Vermietungshinweise

Allgemeine Hinweise zum Vermietungsablauf

Damit sichergestellt ist, dass Ihre Wohnungswünsche als Mietinteressent*in berücksichtigt werden können, empfehlen wir Ihnen, sich regelmäßig über das Wohnungsangebot zu informieren und ggfs. wiederholt Interesse zu bekunden.

Interessieren Sie sich für eine Wohnungsbesichtigung, empfehlen wir, frühzeitig Kontakt mit uns aufzunehmen. Aufgrund der Wohnungsgrößen und örtlichen Gegebenheiten können wir nur eine begrenzte Anzahl an Interessierten zur Wohnungsbesichtigung einladen. Die Einladung zur Besichtigung erfolgt nach der Reihenfolge der Anfragen und der Erfüllung der formalen Voraussetzungen.

Haben Sie eine Wohnung besichtigt, so bitten wir Sie, uns zeitnah Ihre Entscheidung (Zusage oder Absage) mitzuteilen und alle erforderlichen Unterlagen einzureichen.

Nach vollständiger und fristgerechter Vorlage der Unterlagen nehmen wir eine Prüfung und Auswahl der Interessenten vor. Die Auswahl erfolgt nach einem Abwägen der Vergabekriterien  der sozialen Mischung und Ausgewogenheit der unterschiedlichen Bewohnerstrukturen, jedoch stets unter Berücksichtigung der für die städtischen Wohnungsunternehmen geltenden Vermietungsvorgaben (u.a. Wohnraumversorgungsgesetz, Kooperationsvereinbarung „Leistbare Mieten, Wohnungsneubau und soziale Wohnraumversorgung“).

Sofern Sie als Mietinteressent*in bei der Wohnungsvergabe nicht berücksichtigt werden konnten, senden wir Ihnen eine Absage.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass durch die Einhaltung der vorgenannten Voraussetzungen kein Anrecht auf die Anmietung einer Wohnung erworben wird.

Mindestalter: Der/die Mietinteressent*in ist mindestens 18 Jahre alt.

Wohnungsgröße: Die Anzahl der später tatsächlich einziehenden Bewohner*innen muss in angemessener Relation zur Wohnungsgröße stehen.

WBS: Wohnungen, die der WBS-Pflicht unterliegen, werden ausschließlich an Inhaber*innen eines WBS vermietet. Sofern Sie nicht bereits über einen WBS verfügen, ist es möglich, die WBS-Berechtigung hier zu prüfen und zu beantragen. Haben Sie Interesse an einem Neubau-Projekt? Dann beachten Sie bitte auch die Hinweise in der Checkliste "Einzureichende Unterlagen". 

Einkommensgrenzen: Die Bruttowarmmiete einer Wohnung sollte 30 % des Netto-Haushaltseinkommens der Mietinteressent*innen nicht überschreiten.

Besichtigungspflicht: Die gewünschte Wohnung muss mindestens durch eine*n Mietinteressenten*in besichtigt worden sein. Es muss sich dabei um die Person handeln, die später die Wohnung anmieten möchte.

Unterlagen: Die notwendigen Informationen und Unterlagen zu den potentiellen Vertragspartner*innen müssen fristgerecht und vollständig eingereicht werden. Die Einreichung erfolgt bitte nur nach Aufforderung (unaufgefordert zugesandte Unterlagen können aus Datenschutzgründen nicht bearbeitet werden und werden entsprechend gelöscht oder vernichtet). Von der unaufgeforderten Übersendung von Original-Dokumenten ist abzusehen. Eine Rückgabe kann nicht gewährleistet werden. Weitere Informationen können Sie unserer Checkliste entnehmen.

Um den Mietvertrag für die mit Ihnen besichtigte Wohnung abschließen zu können, benötigen wir von Ihnen Unterlagen zur Prüfung.

Die Zusammenstellung der Unterlagen kann je nach individueller Situation abweichen. Aus Datenschutzgründen bitten wir Sie, uns die auf Sie zutreffenden Unterlagen erst nach unserer Aufforderung einzureichen. Bitte senden Sie uns keine Originale zu.

1. Formulare (erhalten Sie von unserem Vermietungsbüro):

  • ausgefüllter Erstkontaktbogen (erhalten Sie vom Vermietungsbüro)

  • ausgefüllte Selbstauskunft (erhalten Sie vom Vermietungsbüro)

  • je eine ausgefüllte Schufa-Klausel pro Vertragspartner

  • ausgefüllte Besichtigungsbestätigung

2. Nachweis Mietschuldenfreiheit:

  • Mieter*in: Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des derzeitigen Vermieters

  • bei Eigentum: Grundbuchauszug

3. Nachweis Einkommen:

  • die letzten drei Lohn-/Gehaltsnachweise oder Arbeitsvertrag im Falle des Beginns einer neuen Arbeitsstelle (bitte reichen Sie keine Kontoauszüge ein!)

  • Rentenbescheid

  • Elterngeldbescheid

  • Kindergeldbescheid

  • ALG Bescheid

  • Erklärung zur Kostenübernahme vom Job-Center

  • ggf. Nachweis über WBS-Berechtigung*

  • betriebswirtschaftliche Auskunft oder Gewinn- und Verlustrechnung vom Steuerberater, Steuerbescheid oder Bescheid vom Steuerberater bei Selbstständigkeit

4. Sonstiges:

  • Foto vom mit einziehenden Hund. (Falls Sie einen Hund in der Wohnung halten möchten, ist vorher eine Erlaubnis von der GESOBAU einzuholen.)

* Die Prüfung der WBS-Berechtigung kann in der Regel von den städtischen Wohnungsbaugesellschaften selbst durchgeführt werden. Sofern es sich allerdings um eine Wohnung des sozialen Wohnungsbaus handelt, ist eine WBS-Bescheinigung vom zuständigen Wohnungamt erforderlich. Welcher Nachweis für die WBS-Berechtigung jeweils notwendig ist, erfahren Sie von unseren Mitarbeiter*innen in unseren Vermietungsbüros.

Wir weisen abschließend darauf hin, dass das Ihnen unterbreitete Angebot unverbindlich ist. Auch bei Vorlage aller erforderlichen Unterlagen entsteht kein Anspruch auf einen Vertragsabschluss.

Gleichbehandlung

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet Diskriminierung beim „Zugang zur Versorgung mit öffentlich verfügbaren Gütern und Dienstleistungen“. Dazu zählt auch der Zugang zu Wohnraum.

Es gibt laut AGG sechs Diskriminierungsgründe: Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung sowie sexuelle Identität. Die GESOBAU AG und alle ihre Mitarbeiter*innen distanzieren sich ausdrücklich von jeglichen diskriminierenden Handlungen und Äußerungen aufgrund Zugehörigkeit oder Zuschreibung zu bestimmten Personengruppen.

Das AGG definiert für die Wohnungsvermietung eine Ausnahme von der strikten Gleichbehandlung: „Bei der Vermietung von Wohnraum ist eine unterschiedliche Behandlung im Hinblick auf die Schaffung und Erhaltung sozial stabiler Bewohnerstrukturen und ausgewogener Siedlungsstrukturen sowie ausgeglichener wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Verhältnisse zulässig.“ (vgl. § 19 Abs. 3 AGG)

Aus dieser Ausnahme ergibt sich, dass Ungleichbehandlung bei der Vergabe von Wohnraum unter bestimmten Bedingungen nicht nur zulässig, sondern auch wünschenswert ist, um etwaige Nachteile von bestimmten Personengruppen auszugleichen.

Diskriminierungsbeauftragte

Sie haben sich für eine Wohnung beworben, sind bei der Wohnungsvergabe aber nicht berücksichtigt worden und vermuten nun, dass Sie aufgrund Ihres Alters, Ihrer Behinderung, Ihrer ethnischen Herkunft, Ihres Geschlechts, Ihrer Religion oder Weltanschauung oder Ihrer sexuellen Identität diskriminiert wurden?

Dann können Sie sich an die von uns eingesetzte, unabhängige Diskriminierungsbeauftragte wenden:

Frau Dr. Irina Kummert vom Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V.

Mehr Informationen zu Frau Dr. Kummert finden Sie hier: http://www.ethikverband.de/der-verband

Diskriminierungsbeauftragte im Auftrag der GESOBAU AG

Dr. Irina Kummert

Dr. Irina Kummert

Präsidentin Ethikverband der deutschen Wirtschaft e.V. Knesebeckstraße 13-14 , 10623 Berlin

Hinweis: Es handelt sich beim o.g. Angebot um keine Rechtsberatung.