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Hochblcken an der neuen Fassade der WHG  909 mit gelben und blauen Balkonen
Eichhorster Weg 4-30; Wilhelmsruher Damm 152-158

Wohnhausgruppe 909

Eichhorster Weg 4-30; Wilhelmsruher Damm 152-158

Wohnhausgruppe 909

Lage der Wohnhausgruppe 909 im Märkischen Viertel.

Aus der Ferne wirkt diese Wohnhausgruppe wie eine endlose Häuserwand, aus der Nähe erkennt man die für den Architekten typische starke Gliederung in Positiv- und Negativräume.

Daten & Fakten

Adresse WohnhausgruppeEichhorster Weg 4-30; Wilhelmsruher Damm 152-158
ArchitektOswald M. Ungers
Baujahr / Fertigstellung1968-1969
Anzahl Wohnungen931
Anzahl Gewerbe0
Hauseingänge17
Wohnfläche70.893 m²
maximale Anzahl Geschosse14
Jahr der ModernisierungFrühjahr 2011 - Herbst 2012
Generalplaner ModernisierungGibbins Architekten GmbH

Der Architekt

Oswald Mathias Ungers (1926–2007) war einer der prägendsten Architekten und Architekturtheoretiker der deutschen Nachkriegsmoderne. Geboren in Kaisersesch, studierte er Architektur bei Egon Eiermann an der Technischen Hochschule Karlsruhe und gründete 1950 sein erstes eigenes Büro in Köln. Von dort aus entwickelte er eine klare, geometrisch-strenge Architektursprache, die sein gesamtes Werk kennzeichnet.

Ungers war an zahlreichen bedeutenden Projekten beteiligt, darunter das Torhaus der Messe Frankfurt, das Deutsche Architekturmuseum sowie mehrere Museums- und Verwaltungsbauten. In Berlin wirkte er zudem an der Planung des Märkischen Viertels mit, wo er städtebauliche Konzepte und Wohnbauten entwickelte, die seine charakteristische Ordnungssystematik widerspiegeln.

Mit seinem intellektuellen Ansatz, seiner konsequenten Formensprache und seinem umfangreichen Werk zählt Ungers zu den einflussreichsten Architekten Europas im 20. Jahrhundert.

Quellen: 
Draenert
Wikipedia

Galerie WHG 909

18 miteinander verbundene acht- bis vierzehngeschossige Häuser erstrecken sich entlang der Finsterwalder Straße in einer gekrümmtem Form.

Aufgrund des hohen Grundwassers im MV waren wie bei den meisten Bauten auch hier keine Keller möglich, ungewöhnlich ist aber die Verlegung der Mieterkeller in die Dachgeschosse. Auch die Natur ist willkommen: unter dem Dach der WHG 909 nisten seit langen Jahren Turmfalken.

Im Zuge der Modernisierung wurden die Loggienbrüstungen senfgelb gestrichen und mit hinterleuchteten Motiven versehen, die im Dunkeln die Orientierung erleichtern.

Modernisierungsmaßnahmen

Die Modernisierung erfolgte unter starker Beachtung energetischer und klimapolitischer Prämissen. Der Energiebedarf des Hauses unterschreitet die hohen Anforderungen der EnEV 2009 um 30 % und wurde somit zum KfW-Effizienzhaus 70 mit besonderen Förderbedingungen.
Um die o. g. Parameter zu erreichen wurden im Projekt viele der üblichen Maßnahmen der Modernisierung im Märkischen Viertel maximiert und optimal aufeinander abgestimmt, sowie für das Märkische Viertel neue Anlagentechnik eingebaut. Die Deutsche Energieagentur DENA nahm dieses Vorhaben als Modellprojekt auf!

Die Dämmung von Fassaden, Kellerdecken und Treppenhausköpfen, die Erneuerung der Heizungsanlage inklusive Warmwasserversorgung sowie aller Fenster durch neue Kunststoffisolierglasfenster, der Einbau von Abluftanlagen zur Wärmerückgewinnung in innenliegenden Bädern, die Erneuerung der Elektroinstallation und der Steigestränge, die Neugestaltung von Eingangsbereichen, Treppenhäusern, Müllräumen und Gemeinschaftsflächen sowie viele andere Einzelmaßnahmen fügten sich so zu einem komplexen Gesamtwerk zusammen.

Außenanlagen WHG 909