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Senftenberger Ring 42-42p, 44-44g

Wohnhausgruppe 919

Die WHG 919 liegt im Norden des Märkischen Viertels an der Grenze zu Lübars. Sie wurde in den 70er Jahren als letztes Bauvorhaben errichtet.

 

 

Lage der Wohnhausgruppe 919 im Märkischen Viertel.

Daten & Fakten

Adresse WohnhausgruppeSenftenberger Ring 42-42p, 44-44g
ArchitektJo Zimmermann
Baujahr / Fertigstellung1972-74
Anzahl Wohnungen499
Anzahl Gewerbe7
Hauseingänge23
Wohnfläche35.505 m²
maximale Anzahl Geschosse9
Jahr der Modernisierung2012
Generalplaner ModernisierungSPP Schüttauf und Persike Planungsgesellschaft GmbH

Der Architekt

Jo Zimmermann (1926–2007) war ein deutscher Architekt der Berliner Nachkriegsmoderne, dessen Werk besonders eng mit dem Wohnungsbau in West‑Berlin verbunden ist. Er gehört zu den Architekten, die das Märkische Viertel maßgeblich mitgestalteten: Dort entwarf er mehrere Wohnanlagen sowie das Nachbarschaftszentrum am Senftenberger Ring, das zu seinen bekanntesten Projekten zählt.

Zimmermann war vor allem im Bereich des sozialen Wohnungsbaus tätig und entwickelte Wohnbebauungen, die funktionale Klarheit mit einer sorgfältigen städtebaulichen Einbindung verbanden. Zu seinen weiteren Arbeiten gehören Wohnhäuser in Berlin‑Wedding, etwa an der Utrechtstraße.

Sein Nachlass wird im Archiv der Akademie der Künste geführt, wo zahlreiche seiner Projekte dokumentiert sind. Mit seinem Beitrag zur Großsiedlungsarchitektur der 1960er‑ und 1970er‑Jahre zählt Jo Zimmermann zu den prägenden, wenn auch weniger bekannten Architekten der Berliner Stadtentwicklung. 

Quellen: 
Deutsche Digitale Bibliothek
Archivportal

Galerie WHG 919

Von der Luft betrachtet betrachtet erinnert der Grundriss der Wohnhausgruppe 919 an ein Herz. Der im Herzinnernen liegende Wohnhof sollte laut Architekt ein Treffpunkt für die Bewohner*innen der Wohnanalage sein. Seine Vision war eine gute Nachbarschaft, in der sich Nachbarn auch auf den Etagen begegnen konnten, wenn Sie es wünschten. 
Durch die unterschiedlich hohen, gestaffelten Baukörper und geschickt angeordeten Loggien entstanden Wohnungen mit mehrseitigen Orientierungen mit sehr guten Blickwinkeln in die Lübarser Landschaft.

Modernisierungsmaßnahmen

Das Dach entsprach weitestgehend den energetischen Anforderungen, hier mussten noch die Dachrandbereiche und einige Dachaufbauten bearbeitet werden. Die Fassade erhielt ein Wärmedämmverbundsystem, die Balkone wurden instandgesetzt und die Fenster, die in einem vorlaufenden Projekt nicht erneuert werden konnten, wurden ausgetauscht.

Die Wohnhausgruppe verfügte bereits über eine Zweirohrheizung. Diese wurde optimiert. Durch die Hüllendämmung der Häuser konnte der Anschlusswert der Heizung deutlich gesenkt werden. Die Bäder erhielten einen Handtuchheizkörper. Die Gasherde wurden durch E-Herde ersetzt. Alle Frisch-, Warm- und Abwasserleitungen wurden erneuert. Im Zuge dieser Strangarbeiten wurden die Bäder modernisiert. Die Bäder wurden im Standard „Standard“ ausgeführt. Die Lüftungsanlage wurde mit regelbaren Wandfortluftautomaten ausgestattet. Das Hauptstromsystem wurde komplett erneuert, die Elektrozähler zentralisiert. In den Wohnungen wurden die Stromkreisverteiler erneuert bzw. erweitert.

Die Eingangsbereiche, die sehr zurückgezogen und nicht aus der Ferne wahrgenommen werden konnten, erhielten ein beleuchtetes Wegeleitsystem und Leuchtbänder um die Eingangsbereiche.
Die Glaselemente der Türen und die Bereiche hinter den Briefkästen wurden mit floralen Elemente in Siebdrucktechnik ausgeführt.