Daten & Fakten
| Adresse Wohnhausgruppe | Senftenberger Ring 42-42p, 44-44g |
| Architekt | Jo Zimmermann |
| Baujahr / Fertigstellung | 1972-74 |
| Anzahl Wohnungen | 499 |
| Anzahl Gewerbe | 7 |
| Hauseingänge | 23 |
| Wohnfläche | 35.505 m² |
| maximale Anzahl Geschosse | 9 |
| Jahr der Modernisierung | 2012 |
| Generalplaner Modernisierung | SPP Schüttauf und Persike Planungsgesellschaft GmbH |
Der Architekt
Jo Zimmermann (1926–2007) war ein deutscher Architekt der Berliner Nachkriegsmoderne, dessen Werk besonders eng mit dem Wohnungsbau in West‑Berlin verbunden ist. Er gehört zu den Architekten, die das Märkische Viertel maßgeblich mitgestalteten: Dort entwarf er mehrere Wohnanlagen sowie das Nachbarschaftszentrum am Senftenberger Ring, das zu seinen bekanntesten Projekten zählt.
Zimmermann war vor allem im Bereich des sozialen Wohnungsbaus tätig und entwickelte Wohnbebauungen, die funktionale Klarheit mit einer sorgfältigen städtebaulichen Einbindung verbanden. Zu seinen weiteren Arbeiten gehören Wohnhäuser in Berlin‑Wedding, etwa an der Utrechtstraße.
Sein Nachlass wird im Archiv der Akademie der Künste geführt, wo zahlreiche seiner Projekte dokumentiert sind. Mit seinem Beitrag zur Großsiedlungsarchitektur der 1960er‑ und 1970er‑Jahre zählt Jo Zimmermann zu den prägenden, wenn auch weniger bekannten Architekten der Berliner Stadtentwicklung.
Galerie WHG 919
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
Von der Luft betrachtet betrachtet erinnert der Grundriss der Wohnhausgruppe 919 an ein Herz. Der im Herzinnernen liegende Wohnhof sollte laut Architekt ein Treffpunkt für die Bewohner*innen der Wohnanalage sein. Seine Vision war eine gute Nachbarschaft, in der sich Nachbarn auch auf den Etagen begegnen konnten, wenn Sie es wünschten.
Durch die unterschiedlich hohen, gestaffelten Baukörper und geschickt angeordeten Loggien entstanden Wohnungen mit mehrseitigen Orientierungen mit sehr guten Blickwinkeln in die Lübarser Landschaft.
Modernisierungsmaßnahmen
Das Dach entsprach weitestgehend den energetischen Anforderungen, hier mussten noch die Dachrandbereiche und einige Dachaufbauten bearbeitet werden. Die Fassade erhielt ein Wärmedämmverbundsystem, die Balkone wurden instandgesetzt und die Fenster, die in einem vorlaufenden Projekt nicht erneuert werden konnten, wurden ausgetauscht.
Die Wohnhausgruppe verfügte bereits über eine Zweirohrheizung. Diese wurde optimiert. Durch die Hüllendämmung der Häuser konnte der Anschlusswert der Heizung deutlich gesenkt werden. Die Bäder erhielten einen Handtuchheizkörper. Die Gasherde wurden durch E-Herde ersetzt. Alle Frisch-, Warm- und Abwasserleitungen wurden erneuert. Im Zuge dieser Strangarbeiten wurden die Bäder modernisiert. Die Bäder wurden im Standard „Standard“ ausgeführt. Die Lüftungsanlage wurde mit regelbaren Wandfortluftautomaten ausgestattet. Das Hauptstromsystem wurde komplett erneuert, die Elektrozähler zentralisiert. In den Wohnungen wurden die Stromkreisverteiler erneuert bzw. erweitert.
Die Eingangsbereiche, die sehr zurückgezogen und nicht aus der Ferne wahrgenommen werden konnten, erhielten ein beleuchtetes Wegeleitsystem und Leuchtbänder um die Eingangsbereiche.
Die Glaselemente der Türen und die Bereiche hinter den Briefkästen wurden mit floralen Elemente in Siebdrucktechnik ausgeführt.