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Luftbild WHG 918
Senftenberger Ring 40-40h; Quickborner Straße 79-83 (ungerade)

Wohnhausgruppe 918

Senftenberger Ring 40-40h; Quickborner Straße 79-83 (ungerade)

Wohnhausgruppe 918

Diw WHG 918 befindet sich im äußersten Nord-Osten des Märkischen Viertels.

Lage der Wohnhausgruppe 918 im Märkischen Viertel.

Daten & Fakten

Adresse WohnhausgruppeSenftenberger Ring 40-40h; Quickborner Straße 79-83 (ungerade)
ArchitektShadrach Woods
Baujahr / Fertigstellung1969-1971
Anzahl Wohnungen621
Anzahl Gewerbe1
Hauseingänge17
Wohnfläche43.836 m²
maximale Anzahl Geschosse10
Jahr der Modernisierung2011-2015
Generalplaner ModernisierungGibbins Architekten GmbH

Der Architekt

Shadrach Woods (1923–1973) war ein US‑amerikanischer Architekt und Stadtplaner, der zu den wichtigsten Vertretern der europäischen Nachkriegsmoderne zählt. Nach Studien in Ingenieurwesen an der New York University und in Literatur und Philosophie am Trinity College Dublin arbeitete er ab 1948 im Pariser Büro von Le Corbusier, wo er am Projekt der Unité d’Habitation in Marseille beteiligt war. 

Gemeinsam mit Georges Candilis und Alexis Josic gründete Woods später das Büro Candilis‑Josic‑Woods, das zu den einflussreichsten Planungsteams der 1950er und 1960er Jahre wurde. Als Leiter des ATBAT‑Afrique‑Büros in Casablanca entwickelte er innovative Wohnungsbaukonzepte für Nordafrika, die 1954 zum Gewinn des Wettbewerbs Opération Million führten. 

Zu seinen bedeutendsten Projekten zählen die Großsiedlung Toulouse‑Le‑Mirail sowie der Neubau der Freien Universität Berlin, deren experimentelle Rasterstruktur zu einem Schlüsselwerk der Nachkriegsarchitektur wurde. Woods war zudem ein wichtiger Architekturtheoretiker, dessen Schriften — darunter Man on the Street — die Debatten über Stadtplanung und soziale Verantwortung im Bauen prägten.

Quellen: 
Bauwelt
Architectuul
Wikipedia

Galerie WHG 918

Modernisierungsmaßnahmen

Das Dach war vor einigen Jahren bereits saniert worden und entsprach den energetischen Anforderungen. Lediglich an einigen Stellen, die im Rahmen der Modernisierung geöffnet werden mussten, wurde eine veränderte Wärmedämmung aufgebracht. 

Die betagte Fassade erhielt ein Wärmedämmverbundsystem, die Balkone und Balkonbrüstungen wurden instandgesetzt. Die in den Jahren 2003 und 2006 bereits ausgetauschten Fenster konnten erhalten bleiben. 

Die optisch zurückhaltenden Eingangsbereiche haben eine komplette Überarbeitung erhalten. Die Haupteingänge wurden durch die Anordnung von Vordächern deutlicher räumlich akzentuiert und architektonisch aufgewertet. Die Müllschlucker wurden geschlossen, die ehemaligen Müllräume zu Fahrrad-, Kinderwagen- und Rollstuhlräumen umgestaltet. Es konnten ebenfalls einige Mieterkeller geschaffen werden. Die Restmülltonnen wurden ebenso wie die Wertstofffraktionen in hochwertig neugestalteten und überdachten Müllstellplätzen in der Außenanlage untergebracht. 

Die Treppenhäuser wurden überarbeitet und Etagentüren in den Fluren ausgetauscht. Die veralteten Wärmetauscher der Heizung wurden erneuert, die Warmwassererwärmung erfolgt nach der Modernisierung im Haus selber. Die Leitungen für Heizung, Warm-, Kalt- und Abwasser wurden erneuert. Die Gasanschlüsse für die Herde sind stillgelegt, gekocht wird jetzt elektrisch. 

Die Lüftung wurde grundsätzlich neu konzipiert. Die Elektroanlage wurde erneuert und verstärkt, die Unterverteilungen in den Wohnungen wurden ebenfalls erneuert.
Im Zuge der Erneuerung der stränge wurden die meist noch bauzeitlichen Bäder modernisiert. Küchen, die über keinen Fliesenspiegel verfügten, erhielten diesen.