Daten & Fakten
| Adresse Wohnhausgruppe | Eichhorster Weg 32 - 44b |
| Architekt | Oswald M. Ungers |
| Baujahr / Fertigstellung | 1964-1967 |
| Anzahl Wohnungen | 537 (davon 144 Seniorenwohnungen) |
| Anzahl Gewerbe | 0 |
| Hauseingänge | 17 |
| Wohnfläche | 70.893 m² |
| maximale Anzahl Geschosse | 14 |
| Jahr der Modernisierung | Frühjahr 2011 - Herbst 2012 |
| Generalplaner Modernisierung | Gibbins Architekten GmbH |
Der Architekt
Oswald Mathias Ungers (1926–2007) war einer der prägendsten Architekten und Architekturtheoretiker der deutschen Nachkriegsmoderne. Geboren in Kaisersesch, studierte er Architektur bei Egon Eiermann an der Technischen Hochschule Karlsruhe und gründete 1950 sein erstes eigenes Büro in Köln. Von dort aus entwickelte er eine klare, geometrisch-strenge Architektursprache, die sein gesamtes Werk kennzeichnet.
Ungers war an zahlreichen bedeutenden Projekten beteiligt, darunter das Torhaus der Messe Frankfurt, das Deutsche Architekturmuseum sowie mehrere Museums- und Verwaltungsbauten. In Berlin wirkte er zudem an der Planung des Märkischen Viertels mit, wo er städtebauliche Konzepte und Wohnbauten entwickelte, die seine charakteristische Ordnungssystematik widerspiegeln.
Mit seinem intellektuellen Ansatz, seiner konsequenten Formensprache und seinem umfangreichen Werk zählt Ungers zu den einflussreichsten Architekten Europas im 20. Jahrhundert.
WHG 908
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
Die neungeschossigen Baukörper sind um zwei quadratische Hofräume angeordnet. Glatte Wadflächen wechseln sich mit vor- und rückspringenden Türmen und Nischen ab.
Ursprünglich waren von Seiten des Architekten weniger Geschosse und Häuser geplant, aufgrund der großen Wohnungsnot in Berlin musste die Wohnungszahl aber erhöht werden. Die Seniorenwohnungen befinden sich im westlichen Teil der Anlage und wurden bei der Modernisierung nach dem Wohnkomfort 50+ Programm mit einer seniorengerechten Einrichtung ausgestattet.
Modernisierungsmaßnahmen
Das Pilotprojekt:
Nach langen Planungen und Überlegungen wurde mit dieser Wohnhausgruppe die Modernisierung des Märkischen Viertels eingeläutet. Dieses Projekt war die erste Komplettmodernisierung im MV und der Startschuss zur Errichtung der Niedrigenergiesiedlung Märkisches Viertel.
Das Dach wurde gedämmt, die stark geschädigte Fassade mit einem WDVS versehen und die Fenster wurden erneuert. Die Fassaden wurden farblich ansprechend gestaltet, was nicht nur Anklang bei den Bewohnern fand, sondern auch bei den Spechten die gerne in die Fassade einziehen.
Die Eingangsbereiche wurden komplett umgestaltet, heute sind sie hell und einladend. Die Flure und Treppenhäuser wurden ebenfalls in einen zeitgemäßen und einladenden Zustand versetzt. Die Müllschlucker sind geschlossen worden was eine getrennte Entsorgung von Abfällen und Rohstoffen ermöglicht.
Die Wohnungen erhielten moderne Bäder und zeitgemäße Küchen.
Die Heizungsanlage wurde komplett erneuert, die alte Einrohrheizung gegen eine Zweirohrheizung ausgetauscht.