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Fassade der WHG 906
Wilhelmsruher Damm 165-183 (ungerade) Wohnhausgruppe 906

Wohnhausgruppe 906

Entlang der Wilhelmsruher Damms erstreckt sich die WHG 906 mit ihren bunten Laubengängen und der “Postbrücke” über die zentrale Straße des Märkischen Viertels hinweg.

 

Lage der Wohnhausgruppe 906 im Märkischen Viertel.

Daten & Fakten

Adresse WohnhausgruppeWilhelmsruher Damm 165-183 (ungerade)
ArchitektLudwig Leo
Baujahr / Fertigstellung1968
Anzahl Wohnungen351
Anzahl Gewerbe4
Hauseingänge11
Wohnfläche27.294 m²
maximale Anzahl Geschosse17
Jahr der ModernisierungFrühjahr 2013 - Sommer 2014
Generalplaner Modernisierungkba Architekten und Ingenieure GmbH

Der Architekt

Ludwig Leo (1924–2012) war einer der eigenwilligsten und innovativsten Architekten des westdeutschen und West‑Berliner Nachkriegsbaus. Geboren in Rostock, studierte er zunächst Bauingenieurwesen in Hamburg, bevor er 1951–1954 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin Architektur studierte.

Leo wurde vor allem durch wenige, aber außergewöhnlich konzipierte Bauten bekannt, darunter der Umlauftank 2 (1967–1974) für die Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau sowie die Bundeslehr- und Forschungsstätte der DLRG (1967–1973) in Berlin. Seine Arbeiten zeichnen sich durch radikale funktionale Klarheit, technische Präzision und eine unverwechselbare Formensprache aus, die ihn zu einer legendären Figur der Berliner Architekturszene machte.

Von 1975 bis 1993 war Leo Professor für Bauplanung an der Hochschule der Künste Berlin und Mitglied der Akademie der Künste. Trotz seiner vergleichsweise kurzen Werkliste gilt er heute als einer der bedeutendsten und eigenständigsten Architekten seiner Generation.

Quellen:
Akademie der Künste
Wikipedia

Galerie WHG 906

Ludwig Leos Suche nach funktionaler Optimierung spiegelt sich in der Grundrissorganisation und Gebäudeform. Aufgrund verglaster Laubengänge und kreuzförmige Anordnung der Häuser sind beinahe alle Wohnungen von zwei Seiten belichtet und verfügen über einen großzügigen Balkon. Die WHG 906 ist als eine von wenigen Gebäuden im MV unterkellert.

Das im Zuge des 25-jährigen Jubiläums des MV 1980 ins Leben gerufene Beiratsverfahren führte zu einer kompletten, architektonisch umstrittenen Umgestaltung der Eingangsbereiche und Fassaden.

Modernisierungsmaßnahmen

Die Kellerdecke wurde gedämmt, die Fassade gereinigt und zum Teil gemalert. Die Loggien wurden gestrichen, Lüftungselemente überarbeitet. Die Eingangsbereiche wurden instandgesetzt und farblich komplett neu gestaltet. Die Laubengänge erhielten zusätzlich LED-Bänder die über eine Steuerung individuell angesprochen werden können.

Die Heizungsanlage wurde komplett geändert. Die Einrohrheizung wurde gegen eine Zweirohranlage ausgetauscht. Die FW-Übergabestationen wurden erneuert, die WW-Aufbereitung erfolgt jetzt inhouse. Die Kalt-, WW- und Abwasserstränge wurden komplett erneuert und gedämmt. Die Lüftungsanlage der innenliegenden Bäder und die E-Anlage in den Wohnungen ebenfalls. Die Bäder sind im Zuge der Arbeiten an den Strängen modernisiert worden.

Die Außenanlagen wurden wiederhergestellt und durch das Schließen der Müllabwurfanlage veränderte Bereiche überarbeitet.

Eine Fassadendämmung und Umwandlung der Balkone zu Loggien fand bereits Anfang der 90er Jahre statt, die Fenster wurden 2006 erneuert. Das Dach verfügte über eine ausreichende Dämmung.

Außenanlagen WHG 906 + 907