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Roadmap 2.0 in Berlin unterzeichnet: Auf dem Weg zu 500.000 landeseigenen Wohnungen

Pressemitteilung | Berlin, 05. Juni 2026
Gruppenfoto Neubautour 2026

GESOBAU AG / Christoph Schieder

Unterzeichnung der Roadmap 2.0 im Quartier Stadtgut Hellersdorf der GESOBAU AG

Berlinovo, degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND sowie WBM: Die sieben landeseigenen Wohnungsunternehmen haben am 5. Juni 2026 gemeinsam mit dem Berliner Senat die „Roadmap 2.0" unterzeichnet. Sie ist das Bekenntnis zu weiteren rund 56.000 zusätzlichen Wohnungen im Landeseigentum bis 2035 – und damit zu weiterem bezahlbarem Wohnungsbau in Berlin.

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung im Rahmen der diesjährigen Neubautour der landeseigenen Wohnungsunternehmen mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, dem Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, der Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Ute Bonde, sowie Finanzstaatssekretärin Tanja Mildenberger. Mit der Roadmap 2.0 setzen die Unternehmen ihren Wachstumskurs fort – trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, hoher Baukosten und enormer Herausforderungen bei Neubau, Klimaschutz und Bestandspflege.

Versprochen, gehalten – und jetzt: weitergemacht

Im April 2026 hatten die Landeseigenen Bilanz gezogen: Mit 404.170 Wohnungen im kooperationsrelevanten Berliner Bestand zum 31. Dezember 2025 haben sie das Ziel der ersten Roadmap (2016-2026) – 400.000 bezahlbare Wohnungen im Landeseigentum – vorzeitig erreicht und übertroffen.

Auf dieser Grundlage baut die Roadmap 2.0 auf. Ihr Ausgangspunkt ist ein Gesamtbestand von 408.761 Wohnungen zum 31. Dezember 2025. Diese Zahl umfasst neben dem kooperationsrelevanten Berliner Bestand auch Wohnungen im Brandenburger Umland sowie weitere Sonderwohnformen wie studentisches Wohnen oder Beschäftigtenwohnen.

Bis Ende 2035 wollen die Unternehmen ihren gemeinsamen Bestand auf rund 464.877 Wohnungen ausbauen – ein Wachstum um rund 56.100 Wohnungen bzw. fast 14 Prozent. Das schafft Wohnraum für schätzungsweise 120.000 Menschen – so viele, wie heute in einem Berliner Altbezirk wie Schöneberg leben. Der Bestandszuwachs soll dabei vor allem durch Neubau erreicht werden. Ergänzend können auch wirtschaftlich sinnvolle Zukäufe zur Zielerreichung beitragen.

Die Roadmap 2.0 setzt dabei bewusst auf überprüfbare Etappen: Bereits bis Ende 2030 soll der gemeinsame Bestand auf rund 440.600 Wohnungen wachsen – ein Plus von rund 32.000 Wohnungen. Auf dieser Grundlage wollen Senat und Landeseigene zur Halbzeitbilanz prüfen, wie sich Baukosten, Förderung und wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf die weitere Entwicklung bis 2035 auswirken.

Perspektivisch verfolgt der Senat das Ziel, den landeseigenen Bestand auf 500.000 Wohnungen zu erhöhen – zusammen mit Genossenschaften und weiteren gemeinwohlorientierten Akteuren soll das gemeinwohlorientierte Segment des Berliner Wohnungsmarkts damit kontinuierlich erhöht werden.

Wachstum braucht Rahmenbedingungen

Die Roadmap 2.0 benennt nicht nur Ziele, sondern auch, was für ihre Umsetzung nötig ist: Grundstücke, die das Land für den Wohnungsbau bereitstellt; verlässliche Förderung für den mietpreisgebundenen Neubau; beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren – u.a. durch das Schneller-Bauen-Gesetz; und eine Mietenentwicklung, die es den Unternehmen erlaubt, Neubau, Klimaschutz und Bestandspflege wirtschaftlich zu stemmen.

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Die landeseigenen Wohnungsunternehmen und der Berliner Senat setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Roadmap 2.0 fort. Unsere Wohnungsunternehmen haben sich für die kommenden Jahre sehr viel vorgenommen und wollen bis 2035 rund 56.000 zusätzliche Wohnungen schaffen. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll: Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften nehmen ihre Verantwortung wahr und sind beste Partner für unsere Stadt. Sie sorgen dafür, dass Wohnen in Berlin bezahlbar bleibt und bieten für viele Menschen ein attraktives und sicheres Zuhause.“

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin: „Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sind unser Garant für eine soziale Stadtentwicklungspolitik. Sie bieten den Mieterinnen und Mietern ein sicheres und bezahlbares Zuhause und sorgen für stabile, zukunftssichere Nachbarschaften. Ihr Wachstum geht weiter, mit dem Ziel den Bestand auf 500.000 Wohnungen zu erhöhen. Das sind gute Nachrichten für die Mieterinnen und Mieter in Berlin.“

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin: „Die Roadmap 2.0 zeigt, dass Wohnungsbau, Mobilität und Klimaschutz in Berlin zusammen gedacht werden. Jeder neue Kiez braucht nicht nur bezahlbare Wohnungen, sondern auch verlässliche Anbindungen und Infrastruktur – und lebenswerte Freiräume. Wenn wir schneller bauen und gleichzeitig nachhaltig planen, schaffen wir die Grundlage dafür, dass Berlin weiter wächst, ohne an Lebensqualität zu verlieren. Dafür setzen wir im Senat die richtigen Rahmenbedingungen.“

Tanja Mildenberger, Staatssekretärin für Finanzen des Landes Berlin: „Die landeseigenen Wohnungsunternehmen sind wichtige Stützen der Daseinsvorsorge. Starke, verlässliche Partner brauchen wir auch bei den wohnungs- und klimapolitischen Zielen. Dass die Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen in der Lage sind, hohe Investitionen zu tätigen, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis finanzieller Solidität und wirtschaftlicher Stabilität. Das Land Berlin trägt als Eigentümer und Gesellschafter dafür Sorge, dass die Unternehmen ihr Portfolio nachhaltig bewirtschaften und ihren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen können. Ein Beleg hierfür sind die attraktiven Wohnungsbauförderungsbestimmungen 2026 und die aktuelle Kooperationsvereinbarung.“

Ingo Malter, Geschäftsführer der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH und Sprecher der Landeseigenen Wohnungsunternehmen: „Wir haben geliefert – und werden das auch weiterhin tun. Die Roadmap 2.0 ist kein Wunschzettel, sondern ein realistisches Programm, das auf den Wirtschaftsplanungen unserer Unternehmen fußt. Klar ist aber auch: Dauerhaft bezahlbarer Neubau braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Verlässliche Förderung, Grundstücke, Planungsrecht – das sind keine Extras, das sind die Voraussetzungen. Wer bezahlbares Wohnen in Berlin will, muss in diese Grundlagen investieren. Wir sind bereit. Berlin kann sich auf uns verlassen."

Die Landeseigenen Wohnungsunternehmen Berlins

Berlinovo, degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM bewirtschaften gemeinsam 404.170 Wohnungen in Berlin (Stand 31.12.2025) – rund 19 Prozent des Berliner Wohnungsmarkts bzw. rund 24 Prozent aller Berliner Mietwohnungen. Rechnerisch wohnt damit fast jede*r vierte Berliner Mietende in einer landeseigenen Wohnung. Zusammengenommen sind sie der größte kommunale Wohnungsanbieter Deutschlands

Beispiele aktueller Neubauprojekte der Landeseigenen, inkl. der bei der Neubautour 2026 besuchten drei Projekte, können Sie hier einsehen.