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Fassadenansicht WHG 980 vom Wilhelmsruher Damm
Wilhelmsruher Damm 142-142b

Wohnhausgruppe 980

Wilhelmsruher Damm 142-142b

Wohnhausgruppe 980

Bis Herbst 2023 ist durch Umnutzung und Instandsetzung aus dem ehemaligen Hauptsitz der GESOBAU AG ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude mit insgesamt 66 neuen und sechs Bestandswohnungen entstanden.

Lage der Wohnhausgruppe 980 im Märkischen Viertel.

Daten & Fakten

Adresse WohnhausgruppeWilhelmsruher Damm 142-142b
ArchitektWaldemar Poreike
Baujahr / Fertigstellung1971
Anzahl Wohnungen72 (ursprünglich Bürogebäude)
Anzahl Gewerbe8
Hauseingänge2
Wohnfläche m²
maximale Anzahl Geschosse6
Jahr der Modernisierung2020-2023
Generalplaner ModernisierungBüro SPP, Anne Lampen Architekten

Der Architekt

Waldemar Poreike (*1927) ist ein deutscher Architekt, der vor allem durch seine Beiträge zum sozialen Wohnungsbau der Berliner Nachkriegszeit bekannt wurde. Über Jahrzehnte hinweg plante und steuerte er zahlreiche Bauprojekte in Berlin und prägte damit das Stadtbild nachhaltig. Laut einem Bericht der Berliner Zeitung war er an rund 400 Bauprojekten beteiligt und galt als erfahrener, analytischer Planer.

Zu seinen bedeutendsten Arbeiten zählt die Wohnanlage Schöneberger Terrassen (Entwurf 1973–1976), ein heute denkmalgeschütztes Ensemble des sozialen Wohnungsbaus. Poreike arbeitete überwiegend in Berlin‑Schöneberg, wo mehrere seiner Bauten dokumentiert sind. Neben seiner Tätigkeit als Architekt war er auch als Gutachter und Projektsteuerer aktiv und spielte eine Rolle in öffentlichen Bauverfahren, unter anderem beim Tempodrom‑Projekt in den frühen 2000er‑Jahren.

Quellen: 
https://www.berliner-zeitung.de
https://depositonce.tu-berlin.de

Galerie WHG 980

Fassadenansicht WHG 980 vom Wilhelmsruher Damm aus
Blick auf die WHG 980 vom Wilhelsmruher Damm vor der Modernisierung

Modernisierung: Vorher/Nachher Wilhelmsruher Damm 142

53 der neuen 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen wurden zudem barrierefrei konzipiert, sind mit bodengleichen Duschen ausgestattet, schwellenfrei gestaltet und daher besonders für Senior*innen geeignet.

Das markante, von Waldemar Poreike geplante und 1970/71 im Zentrum des Märkischen Viertels errichtete Verwaltungsgebäude behielt dabei seine ikonische Form bei. Die Wohnungen haben eine Größe zwischen einem und vier Zimmern und verteilen sich über sechs Etagen.

Im Erdgeschoss wurden neue Gewerbeeinheiten ab 50 Quadratmeter Mietfläche geschaffen. Daneben behält die GESOBAU einen Service-Punkt für Mieter*innen des Märkischen Viertels bei. 

Blick auf die WHG 980 vom Marktplatz
Blick auf die WHG 980 vom Marktplatz vor der Modernisierung

Modernisierung: Vorher/Nachher Wilhelmsruher Damm 142

Modernisierungsmaßnahmen

Das Dach war vor einigen Jahren bereits saniert worden und entsprach den energetischen Anforderungen. Lediglich an einigen Stellen, die im Rahmen der Modernisierung geöffnet werden mussten, wurde eine veränderte Wärmedämmung aufgebracht. 

Die betagte Fassade erhielt ein Wärmedämmverbundsystem, die Balkone und Balkonbrüstungen wurden instandgesetzt. Die in den Jahren 2003 und 2006 bereits ausgetauschten Fenster konnten erhalten bleiben. 

Die optisch zurückhaltenden Eingangsbereiche haben eine komplette Überarbeitung erhalten. Die Haupteingänge wurden durch die Anordnung von Vordächern deutlicher räumlich akzentuiert und architektonisch aufgewertet. Die Müllschlucker wurden geschlossen, die ehemaligen Müllräume zu Fahrrad-, Kinderwagen- und Rollstuhlräumen umgestaltet. Es konnten ebenfalls einige Mieterkeller geschaffen werden. Die Restmülltonnen wurden ebenso wie die Wertstofffraktionen in hochwertig neugestalteten und überdachten Müllstellplätzen in der Außenanlage untergebracht. 

Die Treppenhäuser wurden überarbeitet und Etagentüren in den Fluren ausgetauscht. Die veralteten Wärmetauscher der Heizung wurden erneuert, die Warmwassererwärmung erfolgt nach der Modernisierung im Haus selber. Die Leitungen für Heizung, Warm-, Kalt- und Abwasser wurden erneuert. Die Gasanschlüsse für die Herde sind stillgelegt, gekocht wird jetzt elektrisch. 

Die Lüftung wurde grundsätzlich neu konzipiert. Die Elektroanlage wurde erneuert und verstärkt, die Unterverteilungen in den Wohnungen wurden ebenfalls erneuert.
Im Zuge der Erneuerung der stränge wurden die meist noch bauzeitlichen Bäder modernisiert. Küchen, die über keinen Fliesenspiegel verfügten, erhielten diesen.