Wohnhausgruppe 980
Daten & Fakten
| Adresse Wohnhausgruppe | Wilhelmsruher Damm 142-142b |
| Architekt | Waldemar Poreike |
| Baujahr / Fertigstellung | 1971 |
| Anzahl Wohnungen | 72 (ursprünglich Bürogebäude) |
| Anzahl Gewerbe | 8 |
| Hauseingänge | 2 |
| Wohnfläche | m² |
| maximale Anzahl Geschosse | 6 |
| Jahr der Modernisierung | 2020-2023 |
| Generalplaner Modernisierung | Büro SPP, Anne Lampen Architekten |
Der Architekt
Waldemar Poreike (*1927) ist ein deutscher Architekt, der vor allem durch seine Beiträge zum sozialen Wohnungsbau der Berliner Nachkriegszeit bekannt wurde. Über Jahrzehnte hinweg plante und steuerte er zahlreiche Bauprojekte in Berlin und prägte damit das Stadtbild nachhaltig. Laut einem Bericht der Berliner Zeitung war er an rund 400 Bauprojekten beteiligt und galt als erfahrener, analytischer Planer.
Zu seinen bedeutendsten Arbeiten zählt die Wohnanlage Schöneberger Terrassen (Entwurf 1973–1976), ein heute denkmalgeschütztes Ensemble des sozialen Wohnungsbaus. Poreike arbeitete überwiegend in Berlin‑Schöneberg, wo mehrere seiner Bauten dokumentiert sind. Neben seiner Tätigkeit als Architekt war er auch als Gutachter und Projektsteuerer aktiv und spielte eine Rolle in öffentlichen Bauverfahren, unter anderem beim Tempodrom‑Projekt in den frühen 2000er‑Jahren.
Quellen:
https://www.berliner-zeitung.de
https://depositonce.tu-berlin.de
Galerie WHG 980
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
Modernisierung: Vorher/Nachher Wilhelmsruher Damm 142
53 der neuen 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen wurden zudem barrierefrei konzipiert, sind mit bodengleichen Duschen ausgestattet, schwellenfrei gestaltet und daher besonders für Senior*innen geeignet.
Das markante, von Waldemar Poreike geplante und 1970/71 im Zentrum des Märkischen Viertels errichtete Verwaltungsgebäude behielt dabei seine ikonische Form bei. Die Wohnungen haben eine Größe zwischen einem und vier Zimmern und verteilen sich über sechs Etagen.
Im Erdgeschoss wurden neue Gewerbeeinheiten ab 50 Quadratmeter Mietfläche geschaffen. Daneben behält die GESOBAU einen Service-Punkt für Mieter*innen des Märkischen Viertels bei.
Modernisierung: Vorher/Nachher Wilhelmsruher Damm 142
Modernisierungsmaßnahmen
Das Dach war vor einigen Jahren bereits saniert worden und entsprach den energetischen Anforderungen. Lediglich an einigen Stellen, die im Rahmen der Modernisierung geöffnet werden mussten, wurde eine veränderte Wärmedämmung aufgebracht.
Die betagte Fassade erhielt ein Wärmedämmverbundsystem, die Balkone und Balkonbrüstungen wurden instandgesetzt. Die in den Jahren 2003 und 2006 bereits ausgetauschten Fenster konnten erhalten bleiben.
Die optisch zurückhaltenden Eingangsbereiche haben eine komplette Überarbeitung erhalten. Die Haupteingänge wurden durch die Anordnung von Vordächern deutlicher räumlich akzentuiert und architektonisch aufgewertet. Die Müllschlucker wurden geschlossen, die ehemaligen Müllräume zu Fahrrad-, Kinderwagen- und Rollstuhlräumen umgestaltet. Es konnten ebenfalls einige Mieterkeller geschaffen werden. Die Restmülltonnen wurden ebenso wie die Wertstofffraktionen in hochwertig neugestalteten und überdachten Müllstellplätzen in der Außenanlage untergebracht.
Die Treppenhäuser wurden überarbeitet und Etagentüren in den Fluren ausgetauscht. Die veralteten Wärmetauscher der Heizung wurden erneuert, die Warmwassererwärmung erfolgt nach der Modernisierung im Haus selber. Die Leitungen für Heizung, Warm-, Kalt- und Abwasser wurden erneuert. Die Gasanschlüsse für die Herde sind stillgelegt, gekocht wird jetzt elektrisch.
Die Lüftung wurde grundsätzlich neu konzipiert. Die Elektroanlage wurde erneuert und verstärkt, die Unterverteilungen in den Wohnungen wurden ebenfalls erneuert.
Im Zuge der Erneuerung der stränge wurden die meist noch bauzeitlichen Bäder modernisiert. Küchen, die über keinen Fliesenspiegel verfügten, erhielten diesen.