Daten & Fakten
| WHG | 905 |
| Adresse Wohnhausgruppe | Finsterwalder Straße 1-33, Wilhelmsruher Damm 224-228 |
| Architekt | Herbert Stranz |
| Baujahr / Fertigstellung | 1967-1968 |
| Anzahl Wohnungen | 632 |
| Anzahl Gewerbe | 9 |
| Hauseingänge | 21 |
| Wohnfläche | 46.670 m² |
| maximale Anzahl Geschosse | 14 |
| Jahr der Modernisierung | 2009-2010 |
| Generalplaner Modernisierung | SPP Property Project-Consult GmbH |
Der Architekt
Herbert Stranz (1930-2001) war ein deutscher Architekt der insbesondere in den 1960er- und 1970er‑Jahren das Berliner Stadtbild maßgeblich mitprägte. Sein Schwerpunkt lag im sozialen Wohnungsbau, wo er an mehreren großformatigen Projekten beteiligt war, darunter Wohnhausgruppen im Märkischen Viertel sowie Wohn‑ und Geschäftsgebäude entlang der Berliner Bundesallee.
Stranz nahm zudem an Wettbewerben teil, etwa im Rahmen der Großsiedlung Gropiusstadt, wo sein Entwurf jedoch nicht ausgeführt wurde. Sein Werk ist geprägt von funktionaler Klarheit, städtebaulichem Verantwortungsbewusstsein und dem Anspruch, zeitgemäße Wohnformen für eine wachsende Metropole zu schaffen.
Quellen:
Wikipedia
Galerie WHG 905
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
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GESOBAU AG / Thomas Bruns
Der schlichte kubische Baukörper der WHG 905 am Wilhelmsruher Damm beginnt mit fünf Geschossen enttlang der Einfamilienhäuser gegenüber und steigert sich bis auf 14 Geschosse in der Mitte. Das Ensemble wirkt aus der Ferne wie eine gebirgslandschaft und grenz sich deutlich zum damals vorhandenen Kleingartengebiet ab.
Große begrünte Innenhöfe zwischen des Gebäudearmen bieten neben Spielplätzen auch Aufenthaltsqualität für alle anderen Bewohner*innen.
Ein besonderes Highlight seit der Modernisierung kommt im Dunkeln zum Trage: Die normalerweise weißen Dachaufbauten können in unterschiedlichen Farben beleuchtet werden.
Modernisierungsmaßnahmen
Die Dächer wurden nach den Anforderungen der EnEV gedämmt, die Fassade erhielt ein WDVS, die Loggien wurden saniert. Die ursprünglichen Fenster wurden durch moderne Kunststofffenster ersetzt; unattraktive Hauseingänge wurden erweitert und komplett neu gestaltet. Die Müllschluckeranlagen wurden geschlossen, um eine umweltbewusste Mülltrennung zu ermöglichen.
Die Bäder wurden modernisiert, die Heizung wurde vom Einrohrsystem auf ein modernes Zweirohrsystem umgerüstet, die Heizkörper wurden erneuert. Die Kalt- und Warmwasserstränge sowie die Schmutz- und Regenwasserleitungen wurden erneuert, ebenso die veralteten Elektroanlagen und die Elektrozähler zentralisiert.
Die Treppenhäuser, Flure und Wohnungseingangstüren wurden instandgesetzt und gemäß Farbkonzept überarbeitet. Sämtliche Aufzugsanlagen erhielten eine neue Steuerung und neue Aufzugskabinen. In der Finsterwalder Straße 15 wurde der Eingangsbereich barrierefrei ausgestattet und der Aufzug mit Teleskoptüren versehen.
Alle Grundleitungen bis zum öffentlichen Straßenland wurden erneuert bzw. abgedichtet. Die Außenanlagen mit Wegeleitsystem wurden überarbeitet.