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Blick in den Hof der WHG 912
Senftenberger Ring 2-32 (gerade); Wilhelmsruher Damm 114-126 (gerade); Treuenbrietzener Straße 1-15 (ungerade); Wesendorfer Straße 1

Wohnhausgruppen 911 & 922 und 912

Die Gebäude der Schwesternwohnhausgruppen WHG 911, 912 und 922 (Seniorenwohnheim) gehören mit ihrer starken farblichen Gestaltung zu den größten und bekanntesten Wohnhausgruppen des Märkischen Viertels.

 

 

Lage der Wohnhausgruppen 911, 912 und 922 im Märkischen Viertel.

 

Daten & Fakten

WHG911 + 922912
Adresse WohnhausgruppeSenftenberger Ring 2-16; Wilhelmsruher Damm 114-126 (gerade); Treuenbrietzener Straße 1-7 (ungerade)Senftenberger Ring 18-32 (gerade); Treuenbrietzener Straße 9-15 (ungerade); Wesendorfer Straße 1
ArchitektenHans Müller / Georg HeinrichsHans Müller / Georg Heinrichs
Baujahr / Fertigstellung19681970-1971
Anzahl Wohnungen1.282 + 208 Seniorenwohnungen1.177
Anzahl Gewerbe321
Hauseingänge1913
Wohnfläche96.080 m²73.520 m²
maximale Anzahl Geschosse1415
Jahr der ModernisierungHerbst 2008 - Frühjahr 2010Frühjahr 2010 - Herbst 2011
Generalplaner ModernisierungSPP Property Project-Consult GmbHSPP Property Project-Consult GmbH

Die Architekten

Hans Christian Müller (1921–2010) war ein bedeutender deutscher Architekt und Stadtplaner der Nachkriegszeit. Nach seinem Architekturstudium an der Hochschule der Künste in Berlin, das er 1950 abschloss, arbeitete er zunächst als freier Architekt und führte ab 1958 ein gemeinsames Büro mit Georg Heinrichs.

Müller prägte den Wiederaufbau und die Stadtentwicklung West-Berlins maßgeblich. Zu seinen wichtigsten Projekten zählt die Gesamtkonzeption des Märkischen Viertels, die er gemeinsam mit Georg Heinrichs und Werner Düttmann entwickelte. Auch in Charlottenburg‑Nord war er an der Planung großer Wohnanlagen beteiligt.

Von 1967 bis 1982 war Müller Senatsbaudirektor von West‑Berlin und initiierte 1977 die Internationale Bauausstellung (IBA), die später zu einem der wichtigsten städtebaulichen Impulse der Stadt wurde. Seine Arbeit stand für eine moderne, funktionale Stadtplanung, die Berlin in den 1960er- und 1970er‑Jahren entscheidend formte.
Quellen: 
Hansaviertel Berlin
Wikipedia 

Georg Heinrichs (1926–2020) war einer der prägenden Architekten und Stadtplaner West‑Berlins in den 1960er‑ bis 1980er‑Jahren. In Berlin geboren, studierte er nach dem Zweiten Weltkrieg Architektur an der Hochschule der Künste, wo er 1954 seinen Abschluss machte. Seine frühen beruflichen Erfahrungen sammelte er unter anderem in London und Finnland, unter anderem im Umfeld von Alvar Aalto. 

Gemeinsam mit Hans Christian Müller führte Heinrichs bis 1967 ein Architekturbüro und entwickelte zentrale Projekte des Berliner Wiederaufbaus. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen das Jugendgästehaus in Tiergarten, das Evangelische Konsistorium, die Wohnbebauung Opernviertel sowie seine Rolle als Generalplaner des Märkischen Viertels (zusammen mit Werner Düttmann und Hans Christian Müller).

Heinrichs galt als humanistischer Architekt, der funktionale, plastische und sozial orientierte Architektur vertrat und sich bewusst gegen die streng geometrische Moderne stellte. Mit seinem Werk prägte er das Stadtbild West‑Berlins nachhaltig. 
Quellen: 
UDK Berlin
Wikipedia

Galerie WHG 912

Diese Wohnhausgruppe bildet das städtebauliche Gegenüber der WHG 907 entlang des südlichen Wilhlmsruher Damms. Die Gebäude sind von Nord nach Süd orientiert, mit rechtwinkligen Querspangen. Die WHG 912 nördlich und die WHG 911/ 922 südlich des Packereigrabens umschließen parkähnliche angelegte Grünräume und Höfe.

Die insgesamt 22 markant gestalteten Atelierwohnungen auf den Dächern der Anlage sind weithin sichtbar und besonderer Clou der Anlage. Die Maisonetetwohnungen besitzen eine große, nach Norden ausgerichtetete Fensterfront, die für insbesondere bildende Künstler ideale Arbeitsbedingungen bieten sollten. Namhafte Künstler wie Manfred Bluth, Matthias Köppel, Georg Kupke oder Roger Loewig haben hier gewohnt und gearbeitet.

WHG 912 nach der Modernisierung
WHG 912 vor der Modernisierung

Modernisierung: Vorher/Nachher - Haus Senftenberger Ring 18-32

Modernisierungsmaßnahmen


Wie im »Schwesterhaus«, der WHG 911⁄922, wurde die Wirtschaftseinheit energetisch modernisiert. Die Fassade erhielt eine Dämmung, ebenso die Dachfläche. Die Fenster wurden schon in einem vorlaufenden Projekt bereits weitestgehend erneuert, nur diejenigen Fenster, die im Vorprojekt nicht ausgetauscht wurden, waren Bestandteil dieses Projekts.

Die Eingangsbereiche wurden deutlich aufgewertet. Die bedrückende Atmosphäre zwischen den Elefantenschuhen mit dunklen, nicht einsehbaren Nischen wurde durch moderne Leuchten und hell erleuchtete, vorgezogene Eingangsbereiche unverkennbar entspannt. Die Etagenflure wurden umgestaltet und erhielten neue Linoleumböden. Außerdem wurden die Müllabwurfschächte geschlossen.

Die Bäder, die größtenteils noch im Originalzustand anzufinden waren wurden in einen modernen Zustand versetzt.
Die Anlage wurde bis zum Beginn der Modernisierung durch Fernwärme beheizt und erhielt das Warmwasser direkt von Heizwerk. Heute wird nur noch die Wärme bezogen, die Warmwassererwärmung erfolgt im Haus. Darüber hinaus wurde das Einrohrsystem der Heizung gegen ein Zweirohrsystem getauscht. Alle Stränge für Wasser (Kalt-, Warm-, Regen- und Ab-) sowie die Elektrosteiger wurden erneuert.

Außenanlagen WHG 911, 912 + 922