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Prüfungsvorbereitung während der Ausbildung

Ein Erfahrungsbericht von Alexander Orlowsky

Portrait zeigt Alexander Orlowsky

GESOBAU AG / Christoph Schieder

Alexander Orlowsky ist Immobilienkaufmann

Wenn ich auf die letzten drei Jahre zurückblicken und mit drei Wörtern beschreiben müsste, dann würde ich sagen: „Einfach nur schön“ – und das meine ich auch wirklich so! Bereits in den ersten Wochen habe ich gemerkt, wie sich die GESOBAU AG für ihren Nachwuchs engagiert. Das liegt auch daran, dass das Durchschnittsalter im Unternehmen bis vor einiger Zeit noch ziemlich hoch war und man sich Gedanken darüber machte, wie es weitergeht, wenn einige Angestellte in Rente gehen werden. Souverän, so wie man es nicht anders gewohnt ist, wurde eine Lösung gefunden. Nun wird viel Energie in die Ausbildung gesteckt, denn das ist letzten Endes die Zukunft. 

Auch ich bin nun ein Teil davon geworden – und das mit Stolz. Ich kann mit reinem Gewissen sagen, dass ich bis zu diesem Punkt mit der großen Entscheidung über meine Zukunft sehr zufrieden bin. Vom Azubi-Tag bis zur Zwischenprüfung verging die Zeit wie im Fluge. Man war bereits mittendrin im Arbeitsalltag, hat verschiedene Bereiche des Unternehmens kennenlernen dürfen, vielleicht hat auch schon jemand seinen Platz für die Zukunft gefunden? 

Ich konnte erst spät eine Richtung ahnen, wo die Reise möglicherweise hingeht, aber festlegen wollte ich mich trotzdem noch nicht. Und das ist auch gar nicht weiter dramatisch, denn man lernt bis zum Ende der Ausbildung noch weitere Bereiche kennen. 

Mitten in der Ausbildung war es dann endlich soweit und die IHK-Zwischenprüfung stand vor der Tür. Leicht aufgeregt und mit etwas weniger Schlaf als gewohnt, ging es dann ins große Messegebäude der ICC. Die Menge an Menschen, die im selben Moment mit mir die Prüfung schreiben, war erschreckend groß. Als der Stift nach Ablauf der Zeit fiel, war alles um mich herum vergessen und ich war glücklich, die erste Etappe geschafft zu haben. 

Ziemlich schnell geriet man wieder in den gewohnten Alltag zurück und konzentrierte sich auf das tägliche Geschäft, Theorie und Praxis. Angelangt in den Wahlqualifikations-Wochen hat man noch einmal realisiert, dass es bald so weit ist. Einige haben bereits mit der Phase des Lernens begonnen, andere wiederum nicht, denn jeder ging mit der Situation anders um. Jeder hat sich über die Zeit seine eigene Methode des Lernens angeeignet und geht mit Prüfungssituationen individuell um. Für einige war es eine Qual, für andere eine gewohnte Situation. Die Grundlage wurde geschaffen und jeder war nun selbst dafür verantwortlich. 

Zusätzlich hat die GESOBAU AG zwei externe Dozent*innen beauftragt; einer hat uns jeden Montag von 17:30 bis 20:30 für 5 Wochen auf die Abschlussprüfung vorbereitet. Im Prüfungsfach Kaufmännische Steuerung und Dokumentation wurden wir an zwei aufeinander folgenden Tagen zusätzlich intensiv vorbereitet. Diese Kombination war effizient, half einem enorm und gab einem nochmal ein besseres Gefühl.  Ich habe mich für eine Bibliothek entschieden, da ich mich dort am meisten fokussieren kann, ohne von jeglichen Dingen abgelenkt zu sein. Denn das ist der entscheidende Punkt dabei: nicht wie lange man lernt, sondern wie lange man effektiv mit dem Lernen verbringt. Ich habe auch nicht immer allein gelernt, sondern öfters zu zweit. Durch den doppelten Input und die Diskussionen, welche man währenddessen führt, erzielt man umso bessere Ergebnisse. 

Die Tage vor der schriftlichen Abschlussprüfung waren gezählt und stressiger als sonst, da man wusste, dass die letzten drei Jahre auf diese Prüfung abzielen. Theoretisch kann alles abgefragt werden, also muss man sich auf alles vorbereiten und das war nicht wenig. Mit einem leicht mulmigen Gefühl im Magen, betrat ich das Prüfungsgebäude und war voll fokussiert. Ich wusste, dass ich sehr gut vorbereitet war, mit einem entsprechend positiven Gefühl verlies ich auch wieder das Gebäude. Der schriftliche Teil war somit geschafft. 

Während die typischen Unterrichtsstunden vorbei waren, hatten die meisten nur noch ihren Wahlqualifikations-Kurs, der darauf abzielt, einen einzig und allein auf die mündliche Prüfung vorzubereiten Auch der externe Dozent hat uns diesmal vor Ort im Stiftsweg vorbereitet. Jeder musste eine Simulation durchgehen und das hat sich durchaus bewehrt. Schonmal das Gefühl bekommen, wie es ist, in genau dieser Prüfungssituation vor einem Prüfer zu sitzen, die Aufgaben schematisch zu lösen und mit direkten Fragen konfrontiert zu werden. Keine Leichtigkeit, ungewohnt, aber machbar. 

Diesmal mit mehr Schlaf ging ich auf den Weg ins Prüfungsgebäude, diesmal an einem anderen Ort. Der Gedanke, eine halbe Stunde vor der Tür zu sitzen, bis man reingebeten wird, hat einen ziemlich nervös gemacht. Zum Glück war es bereits nach 10 Minuten so weit, ich wurde freundlich begrüßt und dann ging es auch schon los. Wie im Fluge verging die Zeit und dann hieß es auch schon: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben bestanden“. Innerlich noch nicht ganz realisiert, aber dennoch ein glückliches und befreiendes Gefühl zu gleich, dass man es nun endlich geschafft hat. 

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