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Modernisierung und Lückenschluss Gerichtstraße / Wiesenstraße

Das gründerzeitliche Gebäudeensemble in der Gerichtstraße 12/13 bzw. Wiesenstraße 62 erstreckt sich über insgesamt sechs von Fabriketagengebäuden gesäumte Höfe. Das Wohn- und Geschäftshaus Gerichtstraße mit seinen zwei straßenseitigen Hauseingängen entstand zwischen 1905 und 1912. Das Gebäude in der Wiesenstraße wurde 1912 als Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Die Gebäude verfügen jeweils über Keller, Erdgeschoss, vier Obergeschosse und ein bislang nicht ausgebautes Dachgeschoss.

 

Modernisierung

In beiden Wohnhäusern fehlten bisher zu einem hohen Anteil Bäder in den Wohnungen: Nur 60% im Wohnhaus Gerichtstraße und 50% Wohnhaus Wiesenstraße waren mit einem Badezimmer ausgestattet. Im Rahmen der Modernisierung erhalten diese Wohnungen erstmals ein Bad; bestehende Bäder werden nach einem zeitgemäßen Standard umgebaut.

Daneben erfolgt eine energetische Ertüchtigung der Fenster und Gebäudefassaden und eine Modernisierung u.a. der Elektroinstallationen, Heizung- und Warmwasserinstallation und Sanitärstränge im Gebäudeensemble. Die Mauerwerksbrüstungen der Bestandsbalkone werden saniert und erhöht, die bauzeitlichen Eisengeländer überarbeitet. Auch die Anlagen in den Höfen 1, 2 und 6 werden mit gestalteten Müllstandorten mit Pergola, Fahrradstellplätzen, sowie Spielflächen mit Sitzgelegenheit und einer Wegbeleuchtung erstellt. Unter Berücksichtigung von Aufstellflächen für die Feuerwehr werden minimalinvasiv Asphaltflächen aufgebrochen und extensiv bepflanzt.

Neubau

Neben der Modernisierung schafft die GESOBAU zusätzlichen Wohnraum in beiden Gebäuden, indem die großzügigen Berliner Dächer ausgebaut werden. Insgesamt werden 14 neue Wohnungen mit Dachterrasse errichtet.

Zudem plant die GESOBAU den Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten und danach fehlenden Gebäudeteils in der Gerichtstraße 12/13. Durch die Kriegsschäden wurden die ursprünglichen Wohnungszusammenhänge im Obergeschoss zerstört. Der Neubau schließt die Gebäudelücke und erweitert den Wohnraum der bestehenden Wohnungen. Zusätzlich entsteht eine kleine Anzahl neuer Wohnungen mit Balkon.

Das Grundstück befindet sich im Berliner Bezirk Mitte im Ortsteil Gesundbrunnen. Es erstreckt sich von der Gerichtstraße im Südwesten zur Wiesenstraße im Nordosten über eine Grundstückstiefe von 233 m (südliche Grundstücksgrenze) bis 25 0m (nördliche Grundstücksgrenze). In fußläufiger Entfernung liegt die in einem Grünzug gebettete Panke, der Volkspark Humboldthain und der S-Bahnhof Humboldthain.

Bauherrin ist die GESOBAU AG. Generalplaner und Architekt ist die Bollinger + Fehlig Architekten GmbH, von der auch das bauliche Bildmaterial stammt.

Beispielgrundrisse

Partizipation

Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde für die Wohnanlage ein Sanierungsbeirat mit Mitgliedern aus der Mieter*innenschaft gegründet. Dieser dient als Sprachrohr und Multiplikator der Mieter*innen. Diese konnten für die Außenanlagen in den Höfen der Gericht- und Wiesenstraße Gestaltungs- und Ausstattungsvorschläge im Zuge einer  Partizipation einreichen. Alle Vorschläge wurden eingehend geprüft und einige in teils abgewandelter Form für die weitere Planung berücksichtigt.

 

Bildgalerie: Neugestaltung Innenhöfe


DATEN & FAKTEN

Adresse

Gerichtstr. 12/13 und Wiesenstraße 62 in 13357 Berlin

Bauherrin

GESOBAU AG

Planer & Architekt

Bollinger + Fehlig Architekten GmbH

Anzahl Wohnungen neu

14

Energiestandard

Erfüllung der Vorgaben der EnEV (Energieeinsparverodnung), Bauteilbezogene Fassadendämmung (Dämmung der Brandwände und Hoffassaden Hof 2/ Hof 6).

Fassade / Wärmedämmung

Mineralwolle

Baubeginn

Sommer 2020

Bauende

Winter 2022

Vermietungsbüro

Stiftsweg 1,

13187 Berlin-Pankow

Kontakt

Tel. (030) 4073 - 1111

Fax (030) 4073 - 1558

neubau@gesobau.de