Pilotprojekt Smart Meter

Per Mausklick Energie sparen und Stromkosten reduzieren

Jeder kennt ihn, den kleinen schwarzen Kasten. Er hängt in der Wohnung oder im zentralen Zählerschrank und rückt bei den Meisten nur einmal im Jahr in den Mittelpunkt des Interesses. Dann nämlich, wenn der Verbrauch für die Jahresabrechnung abgelesen werden muss. Die Rede ist vom Stromzähler. Bisher führte der Stromzähler eher ein langweiliges Nischendasein in den heimischen vier Wänden. Sein Nutzen für den Stromverbraucher hielt sich in engen Grenzen. In absehbarer Zeit wird sich das ändern – denn er wird intelligent und stellt viel mehr Informationen bereit als die Summe des jährlichen Stromverbrauchs.

Das heißt ganz konkret: Künftig weist ein intelligenter Stromzähler über ein digitales Display den Energieverbrauch eines Haushaltes für eine bestimmte Nutzungszeit aus. So kann der Verbraucher nach Eingabe einer PIN zum Beispiel erfahren, wie viel Strom er in den letzten 24 Stunden oder in den letzten sieben Tagen verbraucht hat. Stromfresser im Haushalt lassen sich so viel leichter identifizieren und durch sparsamere Geräte ersetzen. So können Sie Energie sparen und Ihre Stromkosten reduzieren.

10.000 Zähler im Märkischen Viertel installiert

Diese neue Technik heißt "Smart Meter" und bedeutet übersetzt "intelligenter Stromzähler". Seit 1. Januar 2010 müssen Wohnungen in Neubauten und grundrenovierten Gebäuden mit dem neuen digitalen Stromzähler ausgestattet werden. Als erstes großes Objekt der GESOBAU wurden im Zuge der Modernisierung 10.000 Wohnungen im Märkischen Viertel im Sommer 2011 mit der neuen Technik ausgestattet. Für dieses deutschlandweit einmalige Projekt arbeitet die GESOBAU mit dem Unternehmen Vattenfall zusammen, das die intelligenten Zähler kostenlos bereitstellt. Mit dem Einbau von 3.500 Zählern, die mit speziellen Kommunikationsmodulen ausgestattet sind, wird Vattenfall darüber hinaus den Anwohnern im Märkischen Viertel Möglichkeiten anbieten, ihren Energieverbrauch nicht nur direkt am digitalen Stromzähler, sondern auch im Internet oder auf anderen Geräten wie dem Fernseher, dem iPhone oder dem iPod touch anzusehen. Alle Bewohner von GESOBAU-Wohnungen im Märkischen Viertel konnten sich für den Zähler mit den besonderen Darstellungsmöglichkeiten bewerben.