Unternehmenskommunikation und Marketing

Birte Jessen

Pressesprecherin
Birte Jessen
Wilhelmsruher Damm 142
13439 Berlin
Tel.: (030) 4073-1236
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailbirte.jessen(at)gesobau.de

GESOBAU AG stellt Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben im Alter vor

Gemeinsam mit der AOK Nordost, der Technischen Hochschule Wildau und Bewohnern im Märkischen Viertel hat die GESOBAU AG ein Modellprojekt für niedrigschwellige technische Lösungen und Alltagshilfen in den eigenen vier Wänden entwickelt.

Eröffneten offiziell die Musterwohnung (v.l.): Prof. Birgit Wilkes (Technische Hochschule Wildau), Jens Kreutzer (AOK Nordost), Irina Herz (GESOBAU) und Uwe Brockhausen (Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Gesundheit, Integration und Soziales in Reinickendorf)

Berlin, 5. Mai 2017. Ab sofort können sich Mieter der GESOBAU und interessierte Bewohner in einer Musterwohnung im Märkischen Viertel über einfache technische Lösungen und Alltagshilfen informieren, die das selbstbestimmte Wohnen im Alter ermöglichen bzw. erleichtern können. Das vom GKV Spitzenverband geförderte Konzept wurde gemeinsam mit Bewohnern erarbeitet und orientiert sich damit konkret an den vorhandenen Bedürfnissen älterer und pflegebedürftiger Menschen. Bei den Einbauten wurden bewusst technische Lösungen gewählt, die für Nutzer leicht bedienbar und bezahlbar sind und damit niedrigschwellig umgesetzt werden können. Damit wird älteren Bewohnern der Zugang zu technischen Alltagshilfen erleichtert und Gefahrenpotenzialen präventiv entgegengewirkt.

Jens Kreutzer, Unternehmensbereichsleiter Pflege bei der AOK Nordost: "Eine ungünstig gestaltete Wohnumgebung kann das Sturzrisiko erhöhen. Wenn etwas passiert, bekommt dies häufig keiner mit oder wenn doch, zu spät. Folge: Rechtzeitige medizinische Hilfe bleibt aus. Durch das gemeinsam entwickelte Konzept können Stürze verhindert oder zumindest früher erkannt werden – so lassen sich Folgeschäden oft vermeiden. Darüber hinaus können Angehörige und Pflegepersonal benachrichtigt werden: Nutzer, Angehörige und Pflegekräfte fühlen sich so sicherer."

Die technischen Einbauten wurden federführend von Prof. Birgit Wilkes, Leiterin des Instituts für Gebäudetelematik an der Technischen Hochschule Wildau, konzipiert. "Das Herzstück der Musterwohnung sind Sensoren, mit denen es möglich wird, dass die Wohnung auf ihren Bewohner 'aufpasst'. In der gesamten Wohnung erfassen sie das Aktivitätsverhalten einer Person und stellen Abweichungen davon fest." 

Die Abweichungen werden automatisch an eine zuvor festgelegte Stelle gemeldet. Dabei kann es sich um Stürze und übergelaufenes Wasser im Bad, Probleme beim Aufstehen vom Bett oder Sessel oder das Öffnen der Wohnungstür und Fenster handeln. Die Sensoren nehmen auch Einfluss auf das Lichtsystem in der Wohnung. So schaltet ein Türsensor beim Betreten der Wohnung automatisch das Willkommenslicht ein, ohne dass ein Schalter bedient werden muss. Ein blendfreier Lichtweg zum Badezimmer wird aktiviert, sobald der Nutzer das Bett verlässt. Der Einsatz von zirkadianem Licht sorgt dafür, dass sich dieses an die Tageszeiten anpasst und so den Tag-Nacht-Rhythmus des Bewohners unterstützt. Optisch sowie akustisch melden Sensoren eine erhöhte CO2-Konzentration in der Wohnung und signalisieren, dass gelüftet werden sollte. Auch das Läuten an der Tür wird verstärkt und optisch dargestellt. Ergänzt werden die Sensoren durch schaltbare Steckdosen, leicht entfernbare Stecker und einfache Einbauten wie Stützgriffen und Liftern in Kleider- und Küchenschränken.

Irina Herz, Geschäftsbereichsleiterin der GESOBAU für das Märkische Viertel: "Die Musterwohnung vereint intelligente Technik mit einfachen, aber elementaren Gebrauchsgegenständen. Dieses Zusammenspiel war unseren Mietern, mit denen wir das Konzept entwickelt haben, wichtig. Es zeigt uns, dass Technik niedrigschwellig sein muss und dass schon kleine Anpassungen das Leben in den eigenen vier Wänden erheblich erleichtern können. Mit dem Modellprojekt konnten wir wichtige Erkenntnisse für zukünftiges Wohnen gewinnen, die weiter ausgebaut werden sollen." 

Die technische Ausstattung der Musterwohnung ist ein Bestandteil des übergreifenden Quartierskonzepts Öffnet internen Link im aktuellen Fenster"Pflege@Quartier", das auf den vier Säulen Komfort, Gesundheit, Sicherheit, und Kommuniktion steht. Das Konzept hat die Vernetzung von älteren, pflegebedürftigen GESOBAU-Mietern im Märkischen Viertel zum Ziel, die die gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmung und barrierearme Gestaltung in allen Lebensbereichen fördern soll. Dazu gehören neben Treffpunkten und medizinischen Einrichtungen vor allem Beratungsangebote für ältere Menschen, die vom Netzwerk Märkisches Viertel e.V. und der Servicestelle "Pflege@Quartier" abgedeckt werden.

Besichtigung der Musterwohnung Pflege@Quartier

Die Musterwohnung kann immer mittwochs von 10:00 bis 14:00 Uhr besichtigt werden. Bei Interesse bitten wir um vorherige Anmeldung unter Tel. 030 4073-1510 oder per E-Mail an Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailpflege-quartier(at)gesobau.de. Die GESOBAU bietet darüber hinaus Pressevertretern die Vereinbarung von individuellen Besichtigungsterminen an. Bitte benutzen Sie hierfür den unten angegebenen Pressekontakt.

Leitet Herunterladen der Datei einDownload der Pressemitteilung als PDF