Entwicklung seit 1975

Vom Wohnungsverwalter zum Mieterbetreuer

Kontinuierliche Verbesserung des Wohnumfelds

Ende der 1970er Jahre war auch die Infrastruktur des Märkischen Viertels fertig gestellt. In den folgenden Jahren förderte die GESOBAU mit unterschiedlichsten Dienstleistungen den sozialen Zusammenhalt im Viertel. Seit Ende der 1970er erschien die Stadtteilzeitung "MV-Express", 1984 wurde der erste Mieterbeirat gewählt, 1985 stellte die GESOBAU die erste Gästewohnung vor und bereits seit Anfang der 1980er kümmerte sich das Unternehmen um eine kontinuierliche Verbesserung des Wohnumfelds im Märkischen Viertel. 1985 übernahm die GESOBAU als Treuhänder rund 2.300 landeseigene Wohnungen in neu ausgewiesenen Sanierungsgebieten im Wedding und modernisierte sie.

Neuerwerbungen und Beiträge zum Umweltschutz

Nach der Wiedervereinigung weitet die GESOBAU ihren Bestand auch auf den Ostteil der Stadt aus. Die Alt- und Plattenbauten im Osten der Stadt müssen grundlegend modernisiert werden und durch entsprechende Maßnahmen an der baulichen Substanz, den haustechnischen Anlagen sowie im Wohnumfeld werden im Zuge dessen auch wichtige Beiträge zum Umweltschutz geleistet – der Anfang eines Engagements, das sich die GESOBAU im Laufe der Jahre immer mehr auf ihre Fahnen schreiben wird. Um die Relevanz des Themas nach innen und außen zu verdeutlichen, wird 1990 das Amt des Umweltbeauftragten der GESOBAU geschaffen. Bereits 1993 (Berliner Umweltpreis) erfährt die GESOBAU erste Wertschätzungen für ihr Engagement im Umweltschutz. Im selben Jahr
übertrug das Land der GESOBAU rund 2.000 weitere landeseigene Wohnungen in Tempelhof und Wilmersdorf. 1994 erwarb das Unternehmen vom Land die Geschäftsanteile der WohnBau Pankow, ein gutes Jahr später auch die der Wohnungsbaugesellschaft Weißensee. Behutsam wurden die drei Unternehmen unter einem Dach zusammengeführt. 1996 fusionierte die GESOBAU mit der WohnBau Pankow mbH, 1997 mit der WBG Weißensee mbH.

Gleichzeitig standen die 1990er Jahre im Zeichen der Aufgabe, Wohnungen zu privatisieren. Die GESOBAU erfüllte diesen Auftrag des Landes durch Direktverkäufe an Mieter, aber auch durch Verkäufe an Zwischenerwerber. Ende der 1990er entstanden – als dritter Weg – auch die ersten Mietergenossenschaften in ehemaligen Beständen der Gesobau: die mAX Wohnungsgenossenschaft im Märkischen Viertel eG und die Vineta 98 Wohnungsgenossenschaft eG in Pankow.

1997 öffnet sich die GESOBAU auch den technischen Neuerungen der Zeit, sie geht mit ihrer Homepage www.gesobau.de "ans Netz" und profitiert fortan von den neuen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.

Im folgenden Jahr verkaufte die GESOBAU ihr Tochterunternehmen Gruppe Nord mit dessen Immobilienbestand an die VEBA Immobilien. Ins gleiche Jahr datiert die Gründung der aktiva Haus- und Wohnungseigentumsverwaltung GmbH, die unter dem Dach der GESOBAU heute rund 2.000 Wohnungen anderer Eigentümer verwaltet.

Die GESOBAU setzt Meilensteine

Bis 2018 will die GESOBAU mehr als eine halbe Milliarde in die Modernisierung ihres Bestands investieren. Im September 2008 begann die energetische Modernisierung des Märkischen Viertels. Rund 13.000 Wohnungen sollen hier modernisiert werden. Das Investitionsvolumen liegt bei 440 Millionen Euro. Das Modernisierungskonzept erreicht die Kennzahlen, die die Energieeinsparverordnung für Neubauten vorsieht und wird diese um 30 Prozent, in einigen Fällen um 50 Prozent unterschreiten. Vergleichbare Ziele gelten bei der geplanten Modernisierung von 6.000 weiteren Wohnungen an anderen Standorten.

Für die gesamte Unternehmenstätigkeit, deren Schwerpunkt zu dem Zeitpunkt in der integrierten sozial-ökologischen Quartiersentwicklung im Märkischen Viertel liegt, erhält die GESOBAU 2010 sogar den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategien (KMU)" und gehört damit nicht nur in Sachen Umweltschutz zu den fortschrittlichsten Unternehmen des Landes.

2011 folgt ein weitererer Meilenstein: der digitale Mieterservice. Damit kann jeder Bewohner seinen Reparaturbedarf an Wohnung und Haus ab sofort online mit nur wenigen Klicks melden und abwickeln. Wenig später ist der Service sogar als eigene "GESOBAUApp" fürs iPhone erhältlich.

GESOBAU App


Parallel zum schnelleren Servicekommt im Medienzeitalter des 21. Jahrhunderts aber auch der Interaktivitätim so genannten "Web 2.0" eine immer wichtigere Rolle zu. Man will nicht mehr nur ein Ohr, sondern auch eine Stimme haben. Deshalb tritt die GESOBAU im selben Jahr als eines der ersten Unternehmen ihrer Branche dem größten sozialen Netzwerk "Facebook" bei. Hier teilen Mieter oder einfach interessierte Besucher und Partner der GESOBAU aktuelle Infos rund ums Wohnen bei der GESOBAU und in den Kiezen – mal lobend, mal kritisch. Aber immer konstruktiv.