Pressemitteilung

Zusammen leben, zusammen feiern: Im Märkischen Viertel feiert Berlin das Europäische Fest der Nachbarn

Am 26. Mai gibt’s bei der GESOBAU was zu feiern: Das 1. Fest der Nachbarn im MV, zwei Jahre Nachbarschaftsetage und drei Jahre Integrationsprojekt „Gut miteinander wohnen!“

 

Berlin, 26. Mai 2009. – Zum ersten Mal beteiligt sich dieses Jahr das Märkische Viertel stellvertretend für Berlin am Europäischen Nachbarschaftstag, der am heutigen Dienstag europaweit begangen wird. Auf Initiative der GESOBAU kommen an Dutzenden Orten im Märkischen Viertel Anwohner, Vereine, Sportverbände und alle mit dem Stadtteil Verbundenen zum „Fest der Nachbarn“ zusammen, um sich auszutauschen, kulinarisch wie künstlerisch zu feiern und damit gemeinsam und stolz zu zeigen, was der jüngste Reinickendorfer Ortsteil alles hervorbringt.

Mit einer zentralen Feier in der Nachbarschaftsetage im Märkischen Viertel eröffnen Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Prof. Barbara John, GESOBAU-Integrationsbeauftragte, Peter Senftleben, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Jugendstadtrat von Reinickendorf, sowie Jörg Franzen, Vorstand der GESOBAU AG, das Nachbarschaftsfest. Dabei würdigen sie nicht nur die Vielfalt im Viertel und die aktiven Akteure von Kita bis Kirche, von Hauspaten bis Hobbythek, sondern ziehen auch positive Bilanz der nachhaltigen Entwicklung des Ortsteils, der sich mit dem Start des GESOBAU-Integrationsprojekts „Gut miteinander wohnen!“ und der Etablierung der Nachbarschaftsetage im MV vor knapp drei Jahren deutlich gewandelt hat.

Das aktuellste Projekt auf Stadtteilebene ist die Einrichtung von Stadtteillotsen, die in der Nachbarschaftsetage ausgebildet werden und dort ihren Stützpunkt haben. „Nachbarn sind mehr als Menschen, die nur nebeneinander wohnen – ob Tür an Tür oder im gemeinsamen Haus Europa: Nachbarschaftliches Engagement stiftet Lebensqualität. In den Wohngebieten geht es um mehr familienfreundliche und kindgerechte Angebote, um Integration und kulturellen Austausch und um das Miteinander der Generationen. Im gegenseitigen Respekt miteinander leben – das beginnt schon direkt vor der eigenen Tür und gilt auch für Ländernachbarschaften. Die Stadtteillotsen im Märkischen Viertel sind ein gutes Beispiel dafür, wie gezielte Hilfe und sachkundiger Rat bei der Bewältigung der Alltagsprobleme helfen können“, würdigt Staatssekretärin Hella Dunger-Löper deren Arbeit. Es sei wichtig nicht wegzuschauen, sondern zu sehen, wo man gebraucht werde.

„Nachbarn kann man sich zwar nicht aussuchen, aber Nachbarschaft kann man auf die Beine stellen, wenn man nur will. Als die GESOBAU vor drei Jahren ihr Integrationsprojekt gründete, war das Ziel, mit den unterschiedlichen Mietergruppen im MV eine Kultur guter Nachbarschaft zu entwickeln. Bis heute ist viel erreicht worden“, zieht Prof. Barbara John Bilanz über zwei Jahre Nachbarschaftsetage. „Vielfältige Projekte und Netzwerke wurden aufgebaut oder erweitert. Denn: Gemeinsam leben kann man nur gemeinsam lernen. Mit dem  Integrationsprojekt ist so das Alltagsleben für viele Mieter reicher geworden an Angeboten und Kontakten.

Und es geht weiter, denn durch den Stadtumbau West gibt es neue Beteiligungsformen für die Bewohner, die das Integrationsvorhaben befruchten werden.“
 

„Das Viertel weiter lebenswert zu gestalten, ist auch ein Schwerpunkt der bezirklichen Politik. Die GESOBAU war und ist dabei ein wichtiger und verlässlicher Partner. Der Einsatz von über 400 Millionen Euro für die Sanierung der Wohnungen in den nächsten zehn Jahren ist der sichtbare Beweis! Auch die Mittel, die der Senat über den ‚Stadtumbau West’ für die Verbesserung der Infrastruktur im Märkischen Viertel zur Verfügung stellt, machen deutlich, dass uns die Menschen im Märkischen Viertel wichtig sind,“ so Peter Senftleben, der das Märkische Viertel als einen wichtigen Ortsteil im Bezirk Reinickendorf sieht.

„Gemeinsam mit dem Land und dem Bezirk streben wir eine ganzheitliche Entwicklung für das Märkische Viertel an“, schließt Jörg Franzen, Vorstand der GESOBAU AG, an. „Moderne Bäder, zeitgemäße Standards und eine vorbildliche Energie- und CO2-Bilanz, die wir mit der Komplettmodernisierung des MV derzeit verwirklichen, reichen allein nicht aus, um ein attraktives, lebenswertes Zuhause auch für neue Bewohnergruppen zu etablieren. Die Teilnahme am Stadtumbauprogramm ergänzt das vorbildlich durch den Einsatz städtebaulicher Elemente. Auch unsere Rolle als starker Sozialpartner im Kiez, die wir mit unserem Integrationsprojekt ‚Gut miteinander wohnen!’ ausfüllen, ist wichtig für den Erfolg des integrierten Entwicklungskonzepts für das Märkische Viertel.“

Im Zentrum des Integrationsprojektes der GESOBAU steht eine Vielzahl von Aktionen und Maßnahmen, die auch eine nachhaltige soziale Entwicklung für die Bewohner des Märkischen Viertels befördern sollen. Die GESOBAU unterstützt und fördert hiermit das Miteinander im Viertel. Wie lässt sich dieses Miteinander am besten spüren und ausdrücken?

„Durch ein gemeinsames Fest“, so Jörg Franzen. „Dass sich so viele unserer Kooperationspartner - wie eben Albatros e.V. mit der Nachbarschaftsetage, die Jugendsozialarbeiter von Outreach und dem comX, das Märkische Zentrum, Sportvereine, Schulen, wie z. B. die Jugendkunstschule Atrium – mitreißen ließen, ihre Ideen einbrachten und heute umsetzen an diesem Nachbarschaftstag, freut mich persönlich besonders, zeigt es doch, wie viel wir zusammen bereits erreicht haben und welches Potenzial in diesem Miteinander steckt.“

Die GESOBAU ist das einzige Berliner Wohnungsunternehmen, das sich am Europäischen Nachbarschaftstag beteiligt und unterschiedliche Stadtteilakteure, die mit ihren Nachbarn ein kleines Hoffest auf die Beine stellen wollen, mit Planungshilfe und einem Kostenzuschuss unter die Arme greift. Ihre Aktiven würdigte die GESOBAU am Ende des diesjährigen Nachbarschaftstages gebührend durch die Einladung an die lange Tafel im Nachbarschaftsgarten hinter der Nachbarschaftsetage, wo zum Abschluss des Festtages gemeinsam Bilanz gezogen und Ideen für das Fest im kommenden Jahr gesammelt werden sollen.

Pressemitteilung Europäisches Fest der Nachbarn  

Das Fest der Nachbarn
Seit 1999 feiert Europa am letzten Dienstag im Mai den Europäischen Nachbarschaftstag. In mehr als 1.000 Städten setzen rund 7 Millionen Menschen an diesem Tag ein Zeichen der ge-meinsamen Verbundenheit. Initiiert wurde der Nachbarschaftstag 1990 in Frankreich durch die Gruppe „Paris der Freunde“. Seit 1999 wird er durch die Europäische Kommission getragen und länderübergreifend durch Kommunen, Wohnungsunternehmen und Stadtteilakteure unterstützt.

GESOBAU AG
Die GESOBAU AG ist eines von sechs städtischen Berliner Wohnungsunternehmen. Sie betreut Mieterinnen und Mieter in mehr als 40.000 Wohnungen in West und Ost und ist der größte Anbieter von Wohnungen im Norden der Hauptstadt. Zu den Beständen gehören Gründerzeithäuser im begehrten Pankow, Plattenbauten in Weißensee sowie Altbauten im ehemaligen „Arbeiterbezirk“ Wedding und in Wilmersdorf. Die 60er-Jahre-Großsiedlung „Märkisches Viertel“ in Reinickendorf ist die markanteste Einzelbestandsmarke des Wohnungsunternehmens. Seit 2007 modernisiert die GESOBAU das Märkische Viertel und betreibt dessen Umbau zur größten Niedrigenergiesiedlung Deutschlands. Mit einer Investitionssumme von rund 440 Millionen Euro ist das Bauvorhaben Modellprojekt für die Weiterentwicklung von Nachkriegssiedlungen in ganz Deutschland, die Bewohnern auch in den nächsten Jahrzehnten ein lebenswertes Zuhause bieten wollen.

Das Integrationsprojekt „Gut miteinander wohnen!“
Im Jahr 2006 initiierte die GESOBAU das vielbeachtete und ausgezeichnete Integrationsprojekt „Gut miteinander wohnen!“. Mit einer Fülle von Maßnahmen fördert die GESOBAU auf diese Weise aktiv die sozialräumliche Integration aller Anwohner in ihren Quartieren. Hierfür konnte die frühere Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, Frau Prof. Barbara John, als Integrationsbeauftragte gewonnen werden. Im Vordergrund der Integrationsarbeit der GESOBAU steht ein problem- und themenfokussiertes Vorgehen zum Erhalt guter Nachbarschaften in den Beständen.

Die GESOBAU-Nachbarschaftsetage
Im Mai 2007 eröffnete die GESOBAU die Nachbarschaftsetage im Märkischen Viertel. Seither hat sich diese zum zentralen Ort für Aktionen und Aktivitäten des Integrationsprojekts entwickelt. Hier treffen sich Bewohner, um richtig Deutsch sprechen zu lernen, Ehrenamtliche unterrichten Senioren am PC, und ein vielfältiges Beratungs- und Informationsangebot, das von aktiven Ehrenamtlichen getragen wird, deckt den Beratungsbedarf der Besucher. Die Nachbarschaftsetage ist auch die Koordinationsstelle für das Ferienprogramm der GESOBAU und ihrer Kooperationspartner, und unterstützt ganzjährig Schülerinnen und Schüler bei den Hausaufgaben und somit in ihrer Bildungskarriere.

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