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Luise Kindel wurde am 24. April 1898 als erstes von fünf Kindern in Pankow geboren. Über die Familie ist wenig bekannt, sie wohnte zunächst noch in der Brehmestraße, bevor sie in den 30er Jahren in die Florastraße 36 umzog. Im Oktober 1929 wurde Luise Kindel in die Heil- und Pflegeanstalt Buch eingewiesen. Die 31-Jährige hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Berufsabschluss erlangt. Fast elf Jahre verbleibt sie in Buch, bis sie zwischen 1940 und 1942 in die Heil- und Pflegeanstalten in Wuhlgarten, Sorau, Teupitz und zuletzt Weilmünster verlegt wird. Hier stirbt Luise Kindel am 29. November 1942 – als Todesursache ist Marasmus, also chronische Mangelernährung, bei Schizophrenie vermerkt.

Der Stolperstein für Luise Kindel ist der erste, der einem so genannten „Euthanasie“-Opfer in Pankow gedenkt. Die systematische Tötung von Patient*innen in deutschen Heil- und Pflegeanstalten wurde durch die Nationalsozialisten beschlossen. Als „nicht lebenswertes Leben“ bewertet, wurden zwischen Januar 1940 und August 1941 mehr als 70.000 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen in sechs eigens dafür errichteten Tötungsanstalten mit Vergasungsanlagen und Krematorien ermordet. Danach wurden die Tötungen, u.a. mit überdosierten Medikamentengaben, Hungerkost und Vernachlässigung, bis 1945 fortgesetzt.

Die Verlegung fand in kleinem Kreis durch Mitglieder der Stolpersteingruppe Alt-Pankow statt.

24.08.2021
Pressemitteilung

Neuer Stolperstein für Pankow: In der Florastraße 36 wohnte Luise Kindel

Die Stolpersteingruppe Alt-Pankow hat heute vor dem GESOBAU-Wohnhaus in der Florastraße 36 einen Stolperstein für eine ehemalige Bewohnerin verlegt: Für Luise Kindel war es die letzte Adresse, an der sie bis 1929 freiwillig wohnte. Frau Kindel starb am 29. November 1942 als Opfer der „Aktion T4“, der systematischen Ermordung von mehr als 70.000 Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen durch die Nationalsozialisten.

 

Luise Kindel wurde am 24. April 1898 als erstes von fünf Kindern in Pankow geboren. Über die Familie ist wenig bekannt, sie wohnte zunächst noch in der Brehmestraße, bevor sie in den 30er Jahren in die Florastraße 36 umzog. Im Oktober 1929 wurde Luise Kindel in die Heil- und Pflegeanstalt Buch eingewiesen. Die 31-Jährige hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Berufsabschluss erlangt. Fast elf Jahre verbleibt sie in Buch, bis sie zwischen 1940 und 1942 in die Heil- und Pflegeanstalten in Wuhlgarten, Sorau, Teupitz und zuletzt Weilmünster verlegt wird. Hier stirbt Luise Kindel am 29. November 1942 – als Todesursache ist Marasmus, also chronische Mangelernährung, bei Schizophrenie vermerkt.

Der Stolperstein für Luise Kindel ist der erste, der einem so genannten „Euthanasie“-Opfer in Pankow gedenkt. Die systematische Tötung von Patient*innen in deutschen Heil- und Pflegeanstalten wurde durch die Nationalsozialisten beschlossen. Als „nicht lebenswertes Leben“ bewertet, wurden zwischen Januar 1940 und August 1941 mehr als 70.000 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen in sechs eigens dafür errichteten Tötungsanstalten mit Vergasungsanlagen und Krematorien ermordet. Danach wurden die Tötungen, u.a. mit überdosierten Medikamentengaben, Hungerkost und Vernachlässigung, bis 1945 fortgesetzt.

Die Verlegung fand in kleinem Kreis durch Mitglieder der Stolpersteingruppe Alt-Pankow statt.


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Als städtisches Wohnungsbauunternehmen leistet die GESOBAU aktiv ihren Beitrag, um in der dynamisch wachsenden Stadt Berlin auch in Zukunft bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung bereitzustellen und lebendige Nachbarschaften zu erhalten. Seit 2014 baut die GESOBAU wieder neu und erweitert durch Neubau und Ankauf ihren Wohnungsbestand, der bis 2026 auf ca. 52.000 Wohnungen anwachsen wird. Derzeit bewirtschaftet das landeseigene Unternehmen mit Tochtergesellschaften einen Bestand von rund 44.000 eigenen Wohnungen, vornehmlich im Berliner Norden. Die GESOBAU engagiert sich nachhaltig für gute Nachbarschaften in ihren Quartieren, unterstützt Bildungsinitiativen und Schulen und wirkt auf die sozialräumliche Integration aller Menschen hin, die in ihren Beständen leben. www.gesobau.de

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Birte Jessen

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13187 Berlin

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E-Mail: birte.jessen@gesobau.de