Pressemitteilung

Behutsame Modernisierung in der Kavalierstraße 19/19A

Die GESOBAU AG gewährleistet mit der energetischen Modernisierung des Pankower Wohnhauses bezahlbare Mieten und übererfüllt die gesetzlichen Anforderungen an den bauhistorischen Erhalt des Gebäudes.

Pressemitteilung anlässlich der heutigen Pressekonferenz von "Denk mal an Berlin e.V." und dem "Verein zur Bewahrung historisch-wohnkulturell bedeutender Gebäude in der Kavalierstraße, Berlin-Pankow" zur geplanten Modernisierung der Kavalierstraße 19/19A durch die GESOBAU AG.

Vor wenigen Tagen entschied sich die GESOBAU AG für die Verschiebung der Modernisierung des Wohnhauses in der Kavalierstraße 19/19 A um ein Jahr auf 2016. Grund hierfür ist die Ablehnung der Modernisierungsmaßnahme durch die Mieter des Hauses, für die trotz der Individualgespräche mit der unabhängigen Mieterberatung Prenzlauer Berg GmbH im Rahmen des für Modernisierungen in Pankow verabschiedeten Sozialplan-verfahrens kein Konsens erzielt werden konnte. Als vorrangige Gründe nannte die Mietergemeinschaft gegenüber der GESOBAU die Unwirtschaftlichkeit der Modernisierung für die Bewohner und die Zerstörung des baukulturellen Charakters des Hauses, welche auch auf der heutigen Pressekonferenz thematisiert werden sollten.

Dazu stellen wir fest:

Das Modernisierungskonzept der GESOBAU AG ist das Ergebnis eines intensiven Austauschs mit dem Bezirk Pankow und beruht auf einer fachplanerischen Ausarbeitung unter Beachtung aller Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Demnach liegt der Anteil der Modernisierungskosten an der Gesamtinvestition bei lediglich 24 Prozent (76 Prozent Instandsetzungskosten), von denen wiederum nur 9 Prozent jährlich auf die Mieter umgelegt werden. Im Ergebnis erhöht sich die Warmmiete in der Kavalierstraße 19/19A nach der Modernisierung unter Berücksichtigung der Betriebskosteneinsparungen im Durchschnitt um nur 1,45 Euro/m².

Sozialplanverfahren sichert sozialverträgliche Mieten

In dem Sozialplanverfahren, das wir in allen Modernisierungsprojekten in Pankow durchführen, prüft die unabhängige Mieterberatung zudem in jedem Einzelfall, ob finanzielle, gesundheitliche oder individuelle Härten vorliegen, die zur Vereinbarung einer niedrigeren Bruttowarmmiete führen. Dies wird dann vertraglich vereinbart. Eine wirtschaftliche Überforderung der Mieter kann somit ausgeschlossen werden. Nach der Modernisierung zahlen manche unserer Mieter sogar eine geringere Warmmiete als zuvor, weil sie von Betriebskosteneinsparungen profitieren, aber gar keine Modernisierungsumlage zahlen müssen. Jeder Fall wird individuell betrachtet und berücksichtigt die soziale Situation des Bewohners. Da die Bewohner in der Kavalierstraße 19/19 A das Modernisierungsvorhaben insgesamt ablehnen, musste das Sozialplanverfahren vorerst beendet werden, ohne dass einzelne Modernisierungsvereinbarungen abgeschlossen werden konnten. 

Kein Denkmal – dennoch weitestgehend denkmalgerechte Modernisierung

Obwohl es sich bei dem Wohnhaus in der Kavalierstraße um kein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, wird es von der GESOBAU AG bei der Modernisierung weitestgehend als solches behandelt. So wird straßenseitig zum Beispiel Dämmputz anstelle der üblichen Dämmplatten verwendet, auch der Eingangsbereich und das Treppenhaus werden hochwertig instandgesetzt und eines der beiden Mädchentreppenhäuser wiederhergestellt, um die Gebäudestruktur und damit den historisch wertvollen Charakter des Altbaus zu erhalten. Die von der Mietergemeinschaft geforderte Aufarbeitung der alten Holzkastendoppelfenster gehört jedoch nicht zum vorgesehenen Maßnahmenpaket: "Als kommunales Unternehmen wollen wir im nachgefragten Bezirk besonders wirtschaftlich modernisieren und die Mieten klein halten. Wir wägen deshalb sehr sorgfältig ab, welche Maßnahmen wir durchführen können, ohne dass die Wirtschaftlichkeit für uns und unsere Mieter abhanden kommt. Dies gelingt uns nicht, wenn wir die alten Holzkastendoppelfenster aufarbeiten lassen und damit einen beträchtlichen Mehraufwand von 350 Prozent im Vergleich zum gängigen Austausch der Fenster produzieren, der sich auch auf die zukünftige Miete der Bewohner niederschlagen würde. Für alle Beteiligten wäre dies höchst unwirtschaftlich", sagt Lars Holborn, Prokurist der GESOBAU AG.

Der großen Nachfrage nach Wohnungen in Pankow wird durch die Modernisierung ebenfalls Rechnung getragen. Durch den Ausbau des Dachgeschosses entstehen nicht nur 5 zusätzliche Wohnungen, von der Maßnahme profitieren auch alle anderen Mieter im Haus: "Die Kosten für die Modernisierung werden auf eine größere Fläche bzw. mehr Wohnungen verteilt, wodurch der Anteil an den Modernisierungskosten und damit die Modernisierungsumlage für jeden Mieter sinkt", erklärt Holborn.

Über die Modernisierung in Pankow
Seit 2007 hat die GESOBAU AG 68 Wohnhäuser mit fast 5.000 Wohnungen in Pankow energetisch modernisiert. Dabei arbeitete das städtische Wohnungsunternehmen eng mit der Denkmalschutzbehörde zusammen. Anfang 2014 unterzeichneten der Bezirk Pankow, die Mieterberatung Prenzlauer Berg GmbH und die GESOBAU AG einen Rahmenvertrag zum sozialverträglichen Ablauf von Modernisierungen in GESOBAU-Wohnhäusern in Pankow. Erklärtes gemeinsames Ziel ist der Erhalt bestehender Nachbarschaften bei der sozialverträglichen Umsetzung von Modernisierungsstandards für breite Schichten der Bevölkerung.

 

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