Kirchstraße - Unterkünfte für Geflüchtete

Kirchstraße 69: Bau von 52 Wohnungen für geflüchtete Menschen in Rosenthal

Seit 2015 kamen mehr als 80.000 Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und Vertreibung nach Berlin; derzeit sind es immer noch etwa 600 Menschen im Monat. Viele von ihnen müssen in Not- und Gemeinschaftsunterkünften leben, weil nicht ausreichend privater Wohnraum zur Verfügung steht.

Da auch weiterhin gute Unterbringungsplätze gebraucht werden, arbeitet das Land Berlin mit Nachdruck daran, neue Unterkünfte zu errichten. Der Berliner Senat hat daher die sechs kommunalen Wohnungsbaugesellschaften beauftragt, so genannte Modulare Unterkünfte (MUF) zu bauen, um schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen und den geflüchteten Menschen eine würdige Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Diese Unterkünfte sind als Wohnhäuser mit einer normalen Lebensdauer für Neubauten konzipiert. Aufgrund der modularen Bauweise können sie schneller errichtet werden. Auch der Umbau der Wohnungsgrundrisse kann für eine Nachnutzung flexibler gestaltet werden.

Die Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU AG wird auf dem Grundstück Kirchstraße 69 neue Wohnhäuser errichten. Es handelt sich um eine Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF).

Informationsveranstaltung zur Modularen Unterkunft für Geflüchtete

Am 29. November 2018 fand auf Einladung des Bezirksamtes Pankow von Berlin und der GESOBAU eine Anwohnerinformationsveranstaltung zum Bauvorhaben statt. Die Veranstaltung bot interessierten Anwohnerinnen und Anwohnern Gelegenheit, ihre Fragen an direkte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus Politik, Verwaltung und der GESOBAU zu richten und sich an verschiedenen Thementischen im persönlichen Gespräch informieren.

Das Bauvorhaben in der Kirchstraße besteht aus sieben Gebäuden auf einer Grundstücksfläche von 7.215 m². Insgesamt werden voraussichtlich 52 Wohnungen errichtet und zunächst von bis zu 288 Geflüchteten bewohnt werden, die bislang übergangsweise in verschiedenen temporären Unterkünften, Gemeinschafts- und Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht waren. Familien mit Kindern, Alleinstehende und Wohngemeinschaften werden hier ein neues Zuhause finden.

Zu einem späteren Zeitpunkt stehen die Wohnungen allen Bevölkerungsgruppen zur Verfügung. Eine langfristige Nachnutzung ist ausdrücklich erwünscht.

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) wird einen Betreiber auswählen, der mit SozialarbeiterInnen, KinderbetreuerInnen, Verwaltungskräften und einem Sicherheitsdienst die Menschen im Alltag und bei Fragen und Problemen unterstützen wird.

Das Landesamt für Flüchtlinge hat Richtlinien für eine Belegungsquote von Unterkünften festgelegt. In die 52 Wohnungen werden bis zu 288 Menschen einziehen können, die bislang übergangsweise in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften, insbesondere Notunterkünften, Gemeinschaftsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen, untergebracht waren. Familien mit Kindern, Alleinstehende und Wohngemeinschaften werden hier ein neues Zuhause finden.

Der Betreiber der Unterkunft stellt sicher, dass mit Sozialarbeitern, Kinderbetreuern und Verwaltungskräften die Menschen im Alltag und bei Fragen und Problemen unterstützt werden. Das Auswahlverfahren für den Betreiber führt das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung durch.

Die Unterkunft besteht aus sieben Gebäuden mit jeweils drei Vollgeschossen auf einer Grundstücksfläche von 7.215 m². Insgesamt werden 52 Wohnungen errichtet, die zunächst von Geflüchteten bewohnt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt stehen die Wohnungen als normaler Wohnraum allen Bevölkerungsgruppen zur Verfügung. Eine langfristige Nachnutzung ist also ausdrücklich erwünscht.
Als landeseigenes Wohnungsunternehmen hat die GESOBAU einen verfassungsrechtlichen Versorgungsauftrag, die Berliner Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum in Berlin zu versorgen – so auch geflüchtete Menschen.

Derzeit befinden wir uns in der Genehmigungsplanung, der Bauantrag wird also vorbereitet. Aktuell gehen wir davon aus, dass der Bauantrag im Frühjahr 2019 gestellt wird. Nach Erhalt der Baugenehmigung wird mit einer Bauzeit von 18 Monaten gerechnet.

Für das Bauvorhaben wurde weder ein Bebauungsplan erstellt noch geändert. Das Vorhaben befindet sich im Außenbereich nach §35 Baugesetzbuch. Daher war formal keine Verpflichtung einer Öffentlichkeitsbeteiligung gegeben. Dennoch ist es dem Bezirksamt und der GESOBAU wichtig, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren. Dies geschieht durch Informationsbriefe und Anwohnerveranstaltungen.

Daten & Fakten

Adresse

Kirchstraße 69, 13158 Berlin-Pankow

Bauherrin

GESOBAU AG

Ansprechpartner Betrieb, Nutzung, Betreiber

Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), presse@LAF.berlin.de

Ansprechpartner Bauen

GESOBAU AG, Birte Jessen (Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing),
modulare-unterkunft@gesobau.de

Ansprechpartner Integration

Bezirksamt Pankow, Büro der Integrationsbeauftragten, Tel: 030-902952431,
birgit.gust@ba-pankow.berlin.de

Wohnungen

52 Wohnungen für bis zu 288 Menschen

Bei Fragen und Anliegen zum Thema wenden Sie sich bitte an:

Weiterführende Informationen zum Thema Flüchtlinge in Berlin finden Sie auch auf der Webseite des Berliner Landeszentrale für politische Bildung, insbesondere in der Broschüre "Flüchtlinge in Berlin - 24 Fragen + Antworten".