Bauen für Berlin

Berlin wächst, die GESObaut.

Als städtisches Wohnungsunternehmen ist die GESOBAU eine der wichtigsten Partnerinnen für bezahlbares Wohnen in Berlin. Als eins von sechs kommunalen Unternehmen bilden wir den Anker einer auf sozialen Ausgleich ausgerichteten Mieten- und Wohnungspolitik.

Wohnraum schaffen heißt auch, dass wir nicht nur brach liegende Flächen bebauen, sondern auch Grundstücke aus unserem Bestand verdichten. Der Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern wird dabei ein zunehmend hoher Stellenwert zugemessen. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften wollen bei Bauprojekten eine Vorbildfunktion für eine umfassende Beteiligung übernehmen, in dem wir möglichst viele unterschiedliche Sichtweisen und Interessen zusammenbringen.

Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten Vereinbarungen, die die GESOBAU gemeinsam mit den fünf anderen städtischen Wohnungsunternehmen und dem Berliner Senat getroffen hat.

Leitlinien für Partizipation im Wohnungsbau

Kostengünstigen Wohnraum in Berlin zu erhalten, zu bewirtschaften und durch ein herausforderndes Neubauprogramm auszubauen, ist unsere Kernaufgabe als landeseigene Wohnungsbaugesellschaften.

Mit unserem Gesellschafter haben wir vereinbart, allein bis zum Jahr 2021 rund 30.000 neue Wohnungen zu errichten. Das Programm ist längst gestartet, an vielen Standorten in der Stadt schließen wir Baulücken, entwickeln neue und ergänzen bestehende Quartiere.

Unser Anspruch ist es, uns nicht nur an quantitativen Zielvorgaben zu orientieren, sondern durch gute Architektur und Städtebau die Stadt qualitätsvoll weiterzubauen. Insbesondere bei Projekten, die wir in eigener Verantwortung durchführen, haben wir bereits interessierte Bürgerinnen und Bürger an den Planungen beteiligt.

Partizipationsprozesse werden nach dem Grad der Einflussnahme der jeweils Beteiligten in Stufen unterschieden. Der Grad der Einflussnahme ist bei der Stufe der Information am geringsten und bei der Stufe der Mitentscheidung am größten. Es braucht in jeder Stufe Klarheit über die Inhalte und Rahmenbedingungen der Beteiligung.

Hier finden Sie die Leitlinien als Flyer zum Download.

Kooperationsvereinbarung und Roadmap

In der Kooperationsvereinbarung "Leistbare Mieten, Wohnungsneubau und soziale Wohnraumversorgung" zwischen Senat und den Landeseigenen vom April 2017 wurden die mieten- und wohnungspolitischen Maßgaben weiter ergänzt.

Zuvor hatte der Senat am 12. April 2016 eine "Roadmap für 400.000 bezahlbare Wohnungen im Landeseigentum" auf den Weg gebracht. Die Vereinbarung zwischen dem Land Berlin und den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften wurde im Roten Rathaus vom damaligen Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel und den Vertreterinnen und Vertretern der Wohnungsbaugesellschaften unterzeichnet. Die mehrere Punkte umfassende Vereinbarung verankert die geplante Bestandserweiterung in der Geschäftspolitik der Landeseigenen.

Die wesentlichen Punkte

Die Unternehmen verpflichten sich, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um bis 2026 eine Bestandserweiterung um ca. 80.000 auf 400.000 Wohnungen im Eigentum der landeseigenen Wohnungsunternehmen zu erreichen. Davon sollen ca. 26.600 durch Bestandsankauf erworben und 53.400 (inkl. 17.800 geförderter) neu gebaut werden.

Um besonders den Bedarfsgruppen, die sich am Berliner Wohnungsmarkt kaum selbst mit Wohnraum versorgen können, ein zusätzliches Wohnraumangebot bereitzustellen, werden von den Neubauten ca. 30% geförderte Wohnungen mit Einstiegmieten von derzeit durchschnittlich 6,50 €/m² bei einer Spanne von 6,00 €/m² bis 7,50 €/m² errichtet.

Zur Realisierung von preiswertem Wohnraum auch im frei finanzierten Bereich sind Baukosten zu begrenzen. Dies erhöht das Angebot an Wohnungen für besondere soziale Bedarfsgruppen, für die die landeseigenen Wohnungsunternehmen satzungsgemäß eine besondere Verantwortung besitzen und sichert langfristig die Wirtschaftlichkeit der Gesellschaften.

Die Anstrengungen der Gesellschaften zur Bauwerkskostensenkung schließen die Standardisierung und Typenbildung von Bauelementen sowie experimentellen Wohnungsbau mit ein. Die landeseigenen Wohnungsunternehmen und der Senat stimmen darin überein, die Entwicklung der Baukosten regelmäßig zu evaluieren.

Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung der Landeseigenen „Neue Typen“ für kostengünstigen Wohnungsneubauvom 18. Juli 2017.

Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030

Der derzeit geltende Stadtentwicklungsplan „StEP Wohnen 2025“ wurde am 8. August 2014 vom Senat beschlossen. Die grundlegenden Daten des „StEP Wohnen 2025“ stammten aus den Jahren 2012 und 2013 und deuteten damals nach einer langen Stagnationsphase auf eine beginnende neue Entwicklungsdynamik hin.

Eine der wesentlichen Kernaussagen war ein Neubaubedarf von 10.000 Wohnungen im Jahr, um der wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden.

Inzwischen hat sich gezeigt, dass sich die Entwicklungsdynamik noch beschleunigt hat. So ist Berlin von 2011 bis 2016 um mehr als 250.000 Einwohner gewachsen.

Vor dem Hintergrund dieser dynamischen Entwicklung und der damit verbundenen Folgen eines deutlich angespannten Wohnungsmarkts mit stark steigenden Immobilien- und Mietpreisen hat der Senat in den Richtlinien der Regierungspolitik vom Januar 2017 beschlossen, den Stadtentwicklungsplan Wohnen zu aktualisieren.
Die Aufgabe des "StEP Wohnen 2030" ist es, die Wohnungsnachfrage und die Wohnungsbaupotenziale zu ermitteln, die stadtentwicklungspolitischen Leitlinien und Ziele des Wohnungsbaus darzustellen, sowie die Instrumente und Maßnahmen zu benennen, die notwendig sind, um diese Ziele zu erreichen und dabei den Anforderungen der Leitlinien gerecht zu werden.