Tierisch gut gelaunt

Frauchen, Herrchen, Tier und Nachbar in einträchtigem Miteinander? Dazu braucht es Rücksichtnahme auf der einen, Verständnis auf der anderen Seite. Anstelle von Verschmutzung und Ruhestörung wünschen sich alle ein friedliches, sicheres Zusammenleben. Wo Mensch und Tier so eng beieinander leben, ist das Verantwortungsbewusstsein des Tierhalters besonders gefordert. Die Anschaffung eines Haustiers sollte deshalb gut überlegt sein. Fragen Sie sich deshalb, bevor Sie an ein Tier als neues Familienmitglied denken:

  • Kann ich ihm ein artgerechtes Leben ermöglichen?
  • Habe ich genügend Zeit und kann ich das Geld für Futter und Pflege, für eventuell notwendige Steuern (Hund!), für Impfungen und Tierarztbesuche aufbringen?
  • Wie steht es mit den Nachbarn? Werden sie durch das Tier eventuell belästigt oder gestört?

Wussten Sie schon?

Hundesteuer

Wenn Sie einen Hund bei sich aufnehmen, müssen Sie ihn innerhalb von vier Wochen beim Finanzamt melden. Dort bekommen Sie eine Steuermarke, die außerhalb der Wohnung immer am Halsband zu tragen ist.

Chippflicht

Hunde sind mit einem Chip gemäß ISO-Norm fälschungssicher zu kennzeichnen. Außerdem müssen Hunde den Namen und die Anschrift des Halters am Halsband tragen.
 

Haftpflichtversicherung

Damit Schäden, die Ihr Hund bei Personen oder Sachen anrichtet, ersetzt werden können, müssen Sie als Halter eine Hunde-Haftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von einer Million Euro abschließen.
 

Leinenpflicht

In Berlin gilt seit dem 1. Januar 2019 eine allgemeine Leinenpflicht im öffentlichen Raum. Frei herumlaufen dürfen Hunde seither nur noch in ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten und auf Privatgrundstücken. Allerdings gibt es Ausnahmen. Die Regelung gilt unter anderem nicht für Hunde, die man schon vor dem 22. Juni 2016 in seinem Besitz hatte, und wenn Sie den so genannten Hundeführerschein gemacht haben. In Treppenhäusern und auf den Zuwegen von Wohnhäusern besteht generell Leinenpflicht.

Gefährliche Hunde

Hunde, bei denen von einer über das natürliche Maß hinausgehenden Kampfbereitschaft und Angriffslust auszugehen ist, gelten als gefährliche Hunde. Solch ein Hund muss zum Wesenstest. Eine Liste von Sachverständigen, die solche Tests vornehmen, erhalten Sie beim Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt.

Maulkorbzwang

Als gefährlich eingestufte Hunde unterliegen dem Maulkorbzwang. Dieser gilt in Berlin ausnahmslos überall außerhalb der Wohnung. In den Häusern und Wohnanlagen der GESOBAU besteht darüber hinaus auch für Hunde ab einer Schulterhöhe von 50 cm Maulkorbzwang.
 

Hundeverbot

Ein generelles Mitnahmeverbot für Hunde gilt an bestimmten Orten wie Spielplätzen, Liegewiesen, Schwimmbädern oder öffentlichen Badestellen.

Katzen, Kleintiere und Exoten

Die Haltung von Katzen und Kleintieren wie Meerschweinchen, Goldhamstern, Streifenhörnchen, Hausmäusen, Hauskaninchen, Kanarienvögeln, Schildkröten oder Zierfischen ist für Mieter der GESOBAU ohne Genehmigung erlaubt. Für Hunde, Papageien und Exoten jeder Art bedarf es einer solchen Genehmigung.

Haltung

Die Tiere sind so zu halten, dass weder das Eigentum der GESOBAU beschädigt wird noch Dritte durch Lärm, Geruch und Verschmutzung belästigt werden. Verunreinigungen in der Umgebung müssen von den Besitzern unaufgefordert beseitigt werden.

Wohin mit dem Streu?

Wenn Sie Katzen- oder Kleintierstreu entsorgen – bitte immer in den Hausmüll, grundsätzlich nicht in die Toilette!