So trennen Sie richtig

Grafik zur richtigen Mülltrennung
Wertstoffscouts
Die Jugendlichen der Greenwich-Oberschule im MV helfen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern beim richtigen Mülltrennen
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Mülltrennung

Einen großen Hebel, Nebenkosten zu reduzieren und dabei gleichzeitig die Umwelt zu schonen, bietet Ihr Müll. Dabei greifen zwei Grundsätze ineinander:
Müll vermeiden und Müll trennen.

Was tut die GESOBAU, damit ich Müllkosten sparen kann?

Wenn Sie Ihren Hausmüll getrennt nach Papier, Glas, Biogut und Verpackungen entsorgen, kann das die Kosten spürbar senken. Die GESOBAU hat dafür in allen Häusern die dafür nötigen bunten Mülltonnen zur Verfügung gestellt und entsprechende Müllplätze oder Müllräume eingerichtet. In einigen wenigen Häusern gibt es noch Müllschlucker, die eine Mülltrennung erschweren. Im Zuge der Nachhaltigkeitsstrategie der GESOBAU haben wir aber vor Jahren begonnen, Müllschlucker zu schließen. Diesen Weg beschreiten wir weiter. Danach stehen auch den Mietern in diesen Häusern getrennte Tonnen für viele Müllarten zur Verfügung.

Wie verhalte ich mich richtig in Sachen Müll?

Müll vermeiden

Sparen fängt beim Einkauf an – auch beim Müll. Sie können überflüssige Umverpackungen gleich im Geschäft lassen. Sie können Getränke in Mehrwegflaschen den Vorzug geben. Sie können Nachfüllpackungen verwenden, Obst und Gemüse unverpackt kaufen und zum Einkauf einen Stoffbeutel mitnehmen, statt Plastiktaschen zu nutzen. Jeder dieser Schritte hilft, Müll zu vermeiden. Zum Vorteil der Umwelt – und Ihres Geldbeutels.

Den Müllplatz sauber halten

Müllräume, Müllplätze und ihr Umfeld sauber zu halten, macht wenig Aufwand, kommt aber allen zugute. Dazu gehört, dass man keinen Müll neben die Tonne stellt, Abfall, der beim Entleeren des Mülleimers auf den Boden gefallen ist, gleich aufhebt, und natürlich auch, dass man die Müllstandorte nicht missbraucht, um sich alter Möbel, unerwünschten Sperrmülls oder gar gefährlicher Schadstoffe zu entledigen. Etwas Achtsamkeit hilft nicht nur, Geruchsbelästigung zu vermeiden. Es sorgt auch dafür, dass sich Ratten und anderes Ungeziefer gar nicht erst ausbreiten. Das will schließlich niemand.

Müll trennen mit der neuen Wertstofftonne

Richtig sortieren spart. Ziel ist es, den Anteil, der in die graue Tonne wandert, immer weiter zu reduzieren. Denn Müll trennen hilft, wertvolle Rohstoffe für eine erneute Nutzung bereitzustellen. Das kommt Umwelt und Wirtschaft zugute und wird durch geringere Gebühren belohnt.

Am 1. Januar 2013 wurden die gelben und orangenen Tonnen zu einer einheitlichen Wertstofftonne vereint (davor Unterscheidung in Gelbe Tonne, ALBA Gelbe Tonneplus und Orange Box der BSR). In dieser können alle Abfälle aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien entsorgt werden – von Tetrapaks über Jogurtbecher und Plastikspielzeug bis hin zum Kochtopf. Kurzum: Alle Verpackungen, die bisher in die Gelbe Tonne gehörten und darüber hinaus alle Abfälle aus den gleichen Stoffen. So wird die Entsorgung noch einfacher. Gleichzeitig werden Umwelt und Ressourcen durch höhere Recyclingmengen noch besser geschont. Mehr Infos zur Wertstofftonne unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.wertstofftonne-berlin.de. Die Entsorgung der Wertstofftonne ist kostenlos, sie wird über das Duale System finanziert.

Zum richtigen Sortieren gehört auch, dass man den Müll so platzsparend wie möglich unterbringt: Kartons sollten Sie zerlegen, Getränkekartons öffnen und flachdrücken und Papier falten statt zerknüllen. Das gebietet nicht nur die Rücksicht auf die Nachbarn, die ihren Müll auch unterbringen wollen. Es ist auch billiger, weil so die Tonnen seltener geleert werden müssen.

Schadstoffe sicher entsorgen

Es gibt einige Abfälle, die in keine Tonne gehören – und natürlich erst recht nicht in den Ausguss oder ins WC! Der Grund: Sie enthalten Stoffe, die die Umwelt gefährden. Dazu gehören Medikamente, Kleber, noch flüssige Reste von Lack und Farbe oder Altöl. Aber auch Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, Batterien und Akkus.

Selbst modernste Klärwerke können zum Beispiel viele der in Medikamenten enthaltenen Wirkstoffe nicht entfernen. Sie gelangen so in Flüsse und Seen, ins Grundwasser und am Ende dieses Kreislaufs ins Trinkwasser! Lösungsmittel und Chemikalien dagegen verunreinigen nicht nur unser Wasser. Sie können in der Kanalisation auch explosive Gase bilden.

Schadstoffe richtig zu entsorgen, ist nicht so schwer. Vieles können Sie dort zurückgeben, wo Sie es gekauft haben: In vielen Läden und Elektronikmärkten gibt es zum Beispiel Rücknahmeboxen für Batterien. Jede Apotheke nimmt abgelaufene Medikamente zurück.

Energiesparlampen können Sie in allen Kauflandfilialen, in den Filialen einiger Baumarkt- und Drogerieketten, aber auch auf allen Recyclinghöfen der BSR loswerden. Auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.lightcycle.de brauchen Sie nur Ihre Postleitzahl einzugeben, um sich alle Entsorgungsstellen in der Nähe anzeigen zu lassen.

Für alle Schadstoffe hat die BSR Sammelstellen eingerichtet, bei denen Sie diese Abfälle direkt abliefern können:

  • in Pankow auf dem Recyclinghof Behmstraße 47/Malmöer
    Straße, 10439 Berlin
  • in Marzahn-Hellersdorf auf dem Recyclinghof Nordring 5, 12681 Berlin
  • sowie auf vier weiteren BSR Höfen in Neukölln, Spandau,
    Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick.

Infos zu den Öffnungszeiten und Anfahrtsbeschreibungen zu den Recyclinghöfen finden Sie im Internet unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bsr.de. Termine und Standorte mobiler Sammelstellen der BSR können Sie unter (030) 75 92 0 telefonisch erfragen.

Zerbrochene Energiesparlampen

Energiesparlampen sind gut für die Umwelt, enthalten aber eine geringe Menge Quecksilber. Bei normalem Betrieb ist das völlig ungefährlich. Zerbricht eine Lampe, muss man allerdings entsprechend reagieren: Lüften Sie bei weit geöffneten Fenstern für 10 bis 15 Minuten und verlassen Sie solange den Raum. Sammeln Sie danach die zerbrochenen Teile auf. Ein feuchtes Wegwerfküchentuch oder Klebeband kann helfen, auch kleine Splitter aufzutupfen. Wenn Sie Splitter aufsaugen, entsorgen Sie anschließend den Staubsaugerbeutel. Packen Sie alle Bruchteile in eine Plastiktüte und geben Sie diese in der nächsten Sammelstelle ab.