Niedrigenergiesiedlung Märkisches Viertel

Zwischen 2008 und 2015 baute die GESOBAU AG das Märkische Viertel zur Niedrigenergiesiedlung um. Konkret bedeutet das umfassende Modernisierungsmaßnahmen und eine Investition von 560 Millionen Euro in Wärmedämmung und moderne Standards von 13.500 Wohnungen. Die sukzessive Komplettmodernisierung zahlt sich für die Mieterinnen und Mieter und deren Wohnungen im Märkischen Viertel aus. Die Modernisierung erfolgte annähernd warmmietenneutral für die Bewohner. Weltweit hat die GESOBAU damit ein Exempel statuiert.


Modernisierung - wieso?

Wie in vielen Nachkriegssiedlungen fiel die energetische Bilanz des Wohnens in der Großwohnsiedlung schlecht aus: 4,4 Tonnen CO2 verursachte die Versorgung mit Wärme und Warmwasser einer 60-m2-Wohnung. Alle 15.000 Wohnungen im Märkischen Viertel zusammen erzeugen einen Kohlendioxid-Ausstoß von rund 43.000 Tonnen im Jahr. Das barg eine Menge Einsparpotenzial – sowohl bei den Treibhausgas-Emissionen als auch bei den Kosten, die die Bewohner tragen müssen. Aufgrund steigender Energiepreise und eines ungezügelten Energieverbrauchs wegen schlecht gedämmter Fassaden, durchlässiger Fenster und der veralteten Heizungsanlage waren die Bewohner des MV überdurchschnittlich stark mit hohen Mietnebenkosten belastet. Sie zahlten fast eine „2. Miete". Energiearm wohnen ist dank umfassender Modernisierungsmaßnahmen im Märkischen Viertel Wirklichkeit geworden.

Durch die energetische Modernisierung wurde der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß (CO2) in der Großwohnsiedlung von zuvor 43.000 Tonnen um mehr als zwei Drittel auf nur noch 11.000 Tonnen CO2 im Jahr verringert. Der verbleibende Energiebedarf des Viertels wird seit 2014 durch ein Biomasse-Heizkraftwerk geliefert, so dass die Siedlung als erste Großwohnsiedlung in Deutschland eine CO2-neutrale Energiebilanz aufweist.


Integrierte Stadtentwicklung

Das integrierte Gesamtkonzept für das Märkische Viertel umfasst neben der energetischen Modernisierung auch ein Stadtteilentwicklungskonzept, die Erhöhung des Lebenskomforts durch entsprechende Angebote für alle Generationen sowie Partizipationsmöglichkeiten für die Bewohner. Der Einbau von 10.000 intelligenten Stromzählern, sogenanten Smart Metern, stellt beispielsweise eine integrative Komponente dieses Konzeptes dar.

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