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Mieten mit einem Wohnberechtigungsschein (WBS)

Durch die angepassten Einkommensgrenzen für einen Wohnberechtigungsschein (WBS) haben mehr Berliner*innen Anspruch auf eine so geförderte Wohnung. Der Wohnberechtigungsschein erhöht nicht nur die Möglichkeit, eine Wohnung anzumieten, sondern führt auch in den meisten Fällen zu einer geringeren Miete als ohne WBS. In vielen Fällen wissen Berechtigte gar nicht, dass sie mit ihrem Gehalt trotzdem einen WBS erhalten können.

Antragsberechtigt sind in der Regel Haushalte, deren monatliches Einkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreitet. Bei einem Ein-Personen-Haushalt liegt die Grenze für einen WBS bei einem monatlichen Nettoeinkommen von etwa 1.450 €. Die Grenze für Alleinerziehende ist höher und das Kindergeld wird bei der Berechnung nicht angerechnet. Hier geht es zu einer genauen Übersicht, wer antragsberechtigt ist: https://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mieterfibel/de/mf_wbs.shtml Einen schnellen Überblick vermittelt auch der WBS-Rechner.

Grundsätzlich können folgende Personen einen Wohnberechtigungsschein beantragen:

  • sie besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit, oder
  • sie besitzen die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedslandes der Europäischen Union, oder
  • sie sind Staatsangehörige eines außerhalb der EU liegenden Landes und haben eine Aufenthaltserlaubnis von mindestens einem Jahr.
  • Auch Geflüchtete mit subsidiären Schutz, Asylberechtigung und Flüchtlingseigenschaft haben unter Vorlage von entsprechenden Bescheinigungen von der Berliner Ausländerbehörde und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, welche noch mindestens elf Monate gültig sein müssen, die Möglichkeit, einen WBS zu bekommen.     

Für eine WBS-geförderte Wohnung gibt es bestimmte Grenzen bei der Größe – als Faustregel gilt: Die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen bestimmt die Anzahl der Wohnräume. Alleinlebende Personen können aber auch eine 2-Zimmer-Wohnung beziehen, sofern diese nicht größer als 50 Quadratmeter ist. Eine Übersicht zur maximalen Wohnungsgröße für Ihren Haushalt finden Sie hier: https://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mieterfibel/de/mf_wbs.shtml

Der Wohnungsberechtigungsschein muss zwingend bei Einzug in die Wohnung noch gültig sein. In der Regel ist er nach Ausstellung ein Jahr gültig.

Es gibt unterschiedliche Wohnberechtigungsscheine, unterteilt nach Einkommensstufen:

„Normaler“ Wohnberechtigungsschein

  • WBS 100: Sie halten die Bundeseinkommensgrenzen ein.
  • WBS 140: Sie halten die Berliner Einkommensgrenzen ein (40 % über Bundeseinkommensgrenzen)

Ein WBS 100 oder WBS 140 berechtigt zu der Anmietung einer entsprechenden Neubau-Wohnung mit einer Nettokaltmiete ab 6,50€ pro m² oder eine Bestandswohnung zur ortsüblichen Vergleichsmiete.

Zusätzlich kann ein besonderer Wohnbedarf anerkannt werden: Hierunter fallen Haushalte, die beispielsweise in sehr beengten Verhältnissen leben, Menschen über 65 Jahre, die in eine kleinere Wohnung ziehen wollen, Menschen mit einem Grad der Behinderung von 50 und darüber, bei drohender Obdachlosigkeit oder etwa Personen, die in Behelfsunterkünften (bspw. Frauenhäusern) untergebracht sind.

 

Da zwischen Ihrem Antrag und der Bearbeitung durch das Bezirksamt bis zu drei Monate liegen können, beachten Sie bitte unbedingt, dass Sie Ihren Wohnberechtigungsschein rechtzeitig beantragen! Den WBS-Antrag können Sie als PDF auf den Service-Seiten des Landes Berlin herunterladen. Zusätzlich zum eigentlichen Antrag auf einen Wohnberechtigungsschein sind eine Reihe weiterer Dokumente notwendig, die Sie auch einreichen müssen. Eine Übersicht dazu finden Sie hier: https://service.berlin.de/dienstleistung/120671/

Das ausgefüllte Formular mit allen Anlagen nimmt dann das Bürgeramt des Bezirks, in dem Sie gemeldet sind, entgegen. Bitte beachten Sie, dass nur ein vollständiger und unterschriebener Antrag zeitnah bearbeitet werden kann.

Berliner Wohnberechtigungsscheine

In Berlin werden drei unterschiedliche Wohnberechtigungsscheine ausgestellt: der WBS 140, WBS 160 und der neue WBS 180. In der oben stehenden Grafik finden Sie unterschiedliche Beispielrechnungen mit den zusammengerechneten Nettoeinkünften der letzten 12 Monate des/der Haushaltsangehörigen inklusive addierter Freibeträge.

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