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Kirchstraße: Bau von 61 Wohnungen für geflüchtete Menschen in Rosenthal

Seit 2015 kamen zehntausende Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und Vertreibung nach Berlin; derzeit sind es jeden Monat immer noch rund 400 Menschen. Viele von ihnen müssen in Not- und Gemeinschaftsunterkünften leben, weil nicht ausreichend privater Wohnraum zur Verfügung steht.

Da auch weiterhin gute Unterbringungsplätze gebraucht werden, arbeitet das Land Berlin mit Nachdruck daran, neue Unterkünfte zu errichten. Der Berliner Senat hat daher die sechs kommunalen Wohnungsbaugesellschaften beauftragt, so genannte Modulare Unterkünfte (MUF) zu bauen, um schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen und den geflüchteten Menschen eine würdige Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Diese Unterkünfte sind als Wohnhäuser mit einer normalen Lebensdauer für Neubauten konzipiert. Aufgrund der modularen Bauweise können sie schneller errichtet werden. Auch der Umbau der Wohnungsgrundrisse kann für eine Nachnutzung flexibler gestaltet werden.

Die Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU AG plant auf dem Grundstück neben der Kirchstraße 69 neue Wohnhäuser. Es handelt sich um eine Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF).

Geplant sind sieben Gebäude mit jeweils drei Vollgeschossen auf einer Grundstücksfläche von 7.215 m². Insgesamt werden voraussichtlich 61 Wohnungen errichtet, die zunächst von Geflüchteten bewohnt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt stehen die Wohnungen als normaler Wohnraum allen Bevölkerungsgruppen zur Verfügung. Eine langfristige Nachnutzung ist also ausdrücklich erwünscht.
Als landeseigenes Wohnungsbazunternehmen hat die GESOBAU einen verfassungsrechtlichen Versorgungsauftrag, die Berliner Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum in Berlin zu versorgen – so auch geflüchtete Menschen.

Das Landesamt für Flüchtlinge hat Richtlinien für eine Belegungsquote von Unterkünften festgelegt. In die 61 Wohnungen werden bis zu 321 Menschen einziehen können, die bislang übergangsweise in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften, insbesondere Notunterkünften, Gemeinschaftsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen, untergebracht waren. Familien mit Kindern, Alleinstehende und Wohngemeinschaften werden hier ein neues Zuhause finden.

Der Betreiber der Unterkunft stellt sicher, dass mit Sozialarbeitern, Kinderbetreuern und Verwaltungskräften die Menschen im Alltag und bei Fragen und Problemen unterstützt werden. Das Auswahlverfahren für den Betreiber führt das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung durch.

Für das Bauvorhaben wurde weder ein Bebauungsplan erstellt noch geändert. Das Vorhaben befindet sich im Außenbereich nach §35 Baugesetzbuch. Daher war formal keine Verpflichtung einer Öffentlichkeitsbeteiligung gegeben. Dennoch ist es dem Bezirksamt und der GESOBAU wichtig, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren. Dies geschieht durch Informationsbriefe und Anwohnerveranstaltungen.

Am 29. November 2018 fand auf Einladung des Bezirksamtes Pankow von Berlin und der GESOBAU eine Anwohnerinformationsveranstaltung zum Bauvorhaben statt. Die Veranstaltung bot interessierten Anwohnerinnen und Anwohnern Gelegenheit, ihre Fragen an direkte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus Politik, Verwaltung und der GESOBAU zu richten und sich an verschiedenen Thementischen im persönlichen Gespräch informieren.

Daten & Fakten

Adresse

Grundstück neben der Kirchstraße 69, 13158 Berlin-Pankow

Bauherrin

GESOBAU AG

Ansprechpartner Betrieb, Nutzung, Betreiber

Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF),

pressestelle@LAF.berlin.de

Ansprechpartner Bauen

GESOBAU AG, Birte Jessen (Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing),

modulare-unterkunft@gesobau.de

Ansprechpartner Integration

Bezirksamt Pankow, Büro der Integrationsbeauftragten, Tel: 030-902952431,

birgit.gust@ba-pankow.berlin.de

Wohnungen

voraussichtlich 61 Wohnungen für bis zu 321 Menschen

Bei Fragen und Anliegen zum Thema wenden Sie sich bitte an:

Weiterführende Informationen zum Thema Flüchtlinge in Berlin finden Sie auch auf der Webseite des Berliner Landeszentrale für politische Bildung, insbesondere in der Broschüre "Flüchtlinge in Berlin - 24 Fragen + Antworten" (nicht barrierefrei).